RWE SmartHome öffnet sich für Drittanbieter

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RWE SmartHome Produktfamilie (Bild: RWE)

RWE öffnet sein Hausautomationssystem RWE SmartHome für Drittanbieter und führt dafür ein neues Funkprotokoll basierend auf IPv6 ein. Auch neue Funktionen für das vernetzte Haus werden auf der IFA in Berlin vorgestellt.

RWE öffnet das vor zwei Jahren eingeführte Haussteuerungs-System RWE SmartHome für andere Hersteller von Geräten für die Hausautomation. Dafür wurde ein neues Funkprotokoll auf einer IPv6-Basis entwickelt. Dies ermöglicht eine Datenübertragung von 100 KBit/s im 868-MHz-Band. Der modulare Aufbau des Protokolls erlaubt die Erweiterung von neuen Gerätetypen- und -funktionalitäten. Damit soll es möglich werden, Produkte wie Fernseher, Waschmaschinen oder Heizungen problemlos in RWE SmartHome zu integrieren.

Mit dem neuen Protokoll versucht RWE, einen einheitlichen Standard im Bereich der Heimvernetzung zu setzen. Aktuell werden mehrere hundert Industriestandards bei der Hausautomation angewendet.

RWE SmartHome Produktfamilie (Bild: RWE)
Die Produktfamilie RWE SmartHome im Überblick (Bild: RWE)

Darüber hinaus präsentiert RWE auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin neue Softwareversion für RWE SmartHome. Version 1.6 bringt neben einem optimierten Design auch neue Funktionen für die Haussteuerung.

Es lassen sich nun Photovoltaik-Anlagen integrieren und RWE SmartHome Power Control solar kann anzeigen, wie viel Strom erzeugt und welche Geräte damit betrieben werden. Über PC, Tablet oder Smartphone lässt sich Power Control solar auch von unterwegs aus steuern.

Die neue App “Sonnenaufgang / Sonnenuntergang” soll, wie der Name schon verrät, die Zeiten des Aufgangs und Untergangs der Sonne für jeden Ort anzeigen. Somit besteht die Möglichkeit, die automatische Steuerung von Beleuchtung und Rollläden vom Sonnenstand abhängig zu machen.

Neben RWE verkaufen auch die Telekom und 1&1 erste Smart-Home-Produkt. 1&1 beschränkt sich jedoch auf fernschaltbare Steckdosen. Die Telekom versucht dagegen, ähnlich wie RWE, einen einheitlichen Automatisationsstandard zu etablieren. Ein umfangreicheres Produktsortiment bietet der Hausautomations-Experte Gira. Allerdings sind die Geräte von Gira nicht so einfach wie die des RWE SmartHome nachzurüsten.

Eine kabellose Anbindung von Multimediageräten ans heimische Netzwerk ist mit den Powerline-Produkten von Devolo möglich. Diese nutzen die hauseigenen Stromkabel zur Datenübertragung. Ein einfaches Plug-and-Play-System ermöglicht die schnelle Einrichtung der Produkte.