EU-Kommissarin: Es bleibt bei der Senkung der Roaminggebühren

MobileMobilfunkPolitik
roaming-europa

Neelie Kroes rückt auch nicht von ihren Plänen für einen einheitlichen Mobilfunkmarkt ab. Einen Zeitplan für die weitere Gebührensenkung will die EU will in der kommenden Woche vorstellen. Die vollständige Abschaffung ist nun aber offenbar vom Tisch.

EU-Kommissarin Neelie Kroes hat Berichte dementiert, die EU-Kommission wolle keine weitere Senkung der Roaminggebühren durchsetzen. Bei einer Veranstaltung in London sagte sie, es gebe bereits konkrete Pläne. Details nannte sie allerdings nicht. Außerdem bekräftigte Kroes ihre Absicht, einen einheitlichen Mobilfunkmarkt zu schaffen.

roaming-europa

Die jüngste Festsetzung von Obergrenzen für Roaminggebühren trat am 1. Juli 2013 in Kraft. Damals war geplant, ab dem 1. Juli 2014 die Preisobergrenzen für das Herunterladen von Daten, den SMS-Versand und das Telefonieren im Ausland erneut zu senken. Allerdings waren daran in der vergangenen Woche Zweifel geäußert worden. Einen neuen Zeitplan will die EU nun in der kommenden Woche vorlegen.

Die vollständige Abschaffung der Roaminggebühren, für die sich die EU-Kommission Medienberichten zufolge im Juni ausgesprochen hatte, steht jetzt allerdings offenbar nicht mehr auf der Agenda. Grund dafür ist Reuters zufolge die breite Ablehnung der großen Mobilfunkanbieter, die diese bei eienm Treffen im Juli Kroes gegenüber geäußert hatten.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Was wissen Sie über Netzpolitik? Machen Sie den Test mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen