3D-Drucker aus Köln soll unter 1000 Euro kosten

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Hkaan Okka mit iRapid Black

Der BLACK von iRapid ist für den typischen Computer-Arbeitsplatz zugeschnitten. Er sieht auf den ersten Blick aus wie der gut vermarktete Makerbot 2 aus den USA und erlaubt, 3D-Modelle in bis zu 25 Zentimeter Breite, 15 Zentimeter Tiefe und 12 Zentimeter Höhe zu produzieren.

Die Kölner Firma iRapid bringt den 3D-Drucker BLACK, der auf dem Schreibtisch Modellbauteile, Schmuck, Schraubenschlüssel, Fantasy-Figuren, Gardinenringe oder ähnliches produzieren soll.

iRapid BLACK 3D-Printer
Mit dem iRapid BLACK bringen Kölner Gründer einen 3D-Drucker, der mit PLA-Material haarfeine Schichten ausgeben kann (Bild: iRapid).

Das Angebot der 3D-Drucker in Deutschland wird damit zunehmend billiger: Nach vielen Bausätzen, angepassten Industriesystemen und ersten günstigen Fertigangeboten kommt nun der nächste bezahlbare 3D-Printer. Er kostet 999 Euro.

Der Drucker kann wie die meisten Geräte seiner Art nur zusammenhängende Objekte produzieren, die sich in Schichten von unten nach oben aufbauen lassen. Damit sich der Herstellungsvorgang beobachten lässt, hat der Hersteller eine Innenbeleuchtung eingebaut.

Das Antriebssystem hat sich iRapid patentieren lassen. Ob Marktbegleiter den verwendeten Zahnstangenantrieb für die Bewegung der Filament-Outputs noch wegen möglicher “prior art” als unpatentierbar anfechten werden, wird sich noch zeigen müssen.

Doch erst einmal betont iRapid, sein Gerät so mit nur wenigen, sehr robusten Komponenten ausstatten zu können – der Drucker sei nahezu pannen- und wartungsfrei – was man von den meisten 3D-Druckern noch nicht behaupten kann, wenn man sich öfter damit beschäftigt hat.

Die einzelnen aufgetragenen Schichten können mit bis zu 50 Mikrometern so dünn werden wie ein menschliches Haar: Der Düsendurchmesser beträgt 0,4 Millimeter. Zugleich kann der Printer bis zu 100 Millimeter pro Sekunde verarbeiten.

Das System druckt per Schmelzschichtung bei einer Schichtdicke von mindestens 0,05 Millimetern, kann aber auch auf 100 Mikrometer, 200 Mikrometer, 250 Mikrometer und 300 Mikrometer 3D-Druckdichte eingestellt werden.

Der 500 Millimeter breite, 350 Millimeter tiefe und 400 Millimeter hohe Drucker arbeitet bei 15 bis 30 Grad Lagertemperatur und wiegt 9 Kilogramm.

Vorstellen will das deutsche Unternehmen das Modell auf der Messe viscom in Düsseldorf (7. bis 09. Novemver), der Euromold in Frankfurt (3. bis 6. Dezember) und auf dem Etailment Summit am 7. November in Berlin. Onlinebestellungen nimmt die Firma jetzt schon an und verspricht Lieferzeiten von rund einer Woche.

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