Barracuda Web Filter 7.0 kontrolliert Kommunikation auch bei SSL-Verschlüsselung

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Barracuda Networks Appliance

Die siebte Version des Filters, der Mitarbeiter von illegalen Inhalten oder Seiten im Internet fernhalten soll, die ihre Produktivität beeinträchtigen, kann bei unangemessenem Verhalten Alarm auslösen. Die Kontrolle von Unternehmensrichtlinien funktioniert nun auch bei SSL-verschlüsselter Nutzung – was gerade angesichts des Trends bei Social Media so zu kommunizieren wichtig ist.

Barracuda Networks nimmt in Version 7.0 seines Web Filters die transparente Inspektion von SSL-verschlüsseltem Traffic auf. Das Produkt bietet Alarmfunktionen bei Verstoß gegen individuell definierbare Unternehmensrichtlinien und liefert neue Berichtsfunktionen.

WebFilter70-Dashboard
Im Dashboard des Cloud-steuerbaren Barracuda Web Filter können Administratoren Regeln definieren und deren Einhaltung kontrollieren (Bild: Barracuda Networks).

Soziale Netzwerke komplett zu blockieren lehnen viele Unternehmen ab, werden diese doch zunehmend geschäftsrelevant. Deren Überwachung und Kontrolle ist durch die inzwischen weit verbreitete HTTPS-Verschlüsselung jedoch schwierig für die IT-Abteilung. Einer Analyse der NSS Labs zufolge sind zwischen 25 und 35 Prozent allen Webverkehrs bereits SSL-verschlüsselt, in manchen Umgebungen sogar bis zu 70 Prozent

Barracuda Networks sieht aber grundsätzlich mehr Probleme für Unternehmen in der Content-Sicherheit als im Besuch von Websites: Über Social Networks würden manchmal verschlüsselt Geschäftsgeheimnisse verraten. “Heute ist es nötig, den Social-Media-Traffic zu entschlüsseln, zu regulieren und mit Alarmhinweisen und Dokumentation auf den unternehmensfernen Missbrauch zu reagieren”, findet daher Barracuda -Manager Stephen Pao.

Mit “SSL Inspection” analysiert die Neuauflage des Barracuda Web Filter verschlüsselten Datenverkehr nach spezifischen Kategorien und Domains. SSL Inspection ist ab Modell 610 des Barracuda Web Filter im Forward Proxy Modus verfügbar, für die Modelle 910 und 1010 zusätzlich auch als Transparent Inline Deployment.

Administratoren können, Schlüsselwörter oder -sätze festlegen, deren Verwendung durch die Mitarbeiter in Sozialen Medien automatische Hinweise auslöst. Der Alarm bei Missbrauch wird mit dem tatsächlichen Namen des Netzwerknutzers verbunden, um zu verhindern, dass dieser sich hinter einem Pseudonym verbirgt. Ein vordefiniertes Lexikon englischer Begriffe zu den Bereichen Belästigung, Gewalt oder Pornographie ist verfügbar.

Letztendlich soll eine Berichtsfunktion (in einer Auswahl von über 60 vordefinierten Berichtsvorlagen) einen Report der besonders extremen Missbräuche liefern: Mit über 20 neuen Berichtstypen erfolgt die detaillierte Analyse der Aktivitäten der Anwender in Sozialen Netzwerken, Streaming- und Gaming-Websites sowie anderen Kategorien.

Zudem schützt der Filter vor ein- oder ausgehender Malware – auch das versehentliche Weiterleiten digitaler Schädlinge wird so verhindert. Mobile Endgeräte sind auch außerhalb des firmeneigenen Netzwerkes geschützt, sobald sie darauf zugreifen. Die Appliances überprüfen bis zu 100.000 gleichzeitige TCP-Verbindungen mit 2 GBit/s Datendurchsatz auf einem Gerät.

Über die zentrale “Barracuda Cloud Control” ist die einheitliche Verwaltung mehrerer Geräte möglich. Damit sollen die einmal angelegten Unternehmensrichtlinien auch über verteilte Standorte durchsetzbar sein. Das Update auf Version 7.0 ist für Bestandskunden der aktuellen Hardware-Plattform für eine virtuelle Appliance kostenfrei verfügbar. Der Barracuda Web Filter ist erhältlich ab 1599 Euro pro Appliance und 399 Euro jährlich für das laufende Update von Content-, App- Malware-, Spyware- und anderen Filtern.

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