Politiker übergibt iPad an Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Schulz übergibt iPad

Die erste Rede im Bundestag, die nicht von Papier abgelesen wurde, hielt der FDP-Abgeordnete Jimmy Schulz am 1. Juni 2010. Für die Nutzung des Apple-Tablets wurde er seinerzeit heftig gerügt. Erst am 10. Oktober des selben Jahres wurden elektronische Geräte im Parlament erlaubt. Das iPad ist seit Feitag ein historisches Dokument.

Der ehemalige Compuserve-Supportmitarbeiter, spätere IT-Unternehmer und jetzige Abgeordnete Jimmy Schulz übergab sein iPad am Wochenende feierlich dem Haus der Geschichte in Bonn. Es war Anstoß einer hitzigen Debatte über elektronische Hilfsmittel deutscher Bundestagsmitglieder.

Schulz übergibt Pad
Das iPad ist jetzt Meilenstein deutscher Parlamentsgeschichte. (Bild: Jimmy Schulz)

Die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages ließ seinerzeit digitale Redemanuskripte nicht zu. Der Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages erlaubt inzwischen, Dokumente per Tablet-Computer abzurufen.

Das  Historische Museum der Bundesrepublik Deutschland ergänzt mit dem ersten Politik-Tablet nun seine “Sammlung signifikanter Beispiele für die fortschreitende Digitalisierung der Lebenswelt”.

Wie mühsam es ist, neue Technologien in Berlin durchzusetzen, muss nicht nur Schulz in unendlichen Ansammlungen von Meetings und Enquete-Kommissionen erleben  – die Technik-Phobie scheint alle Parteien zu betreffen, auch wenn ihre Mitglieder immer wieder Reden zur Wichtigkeit von Hightech halten. Damit zu arbeiten ist eben etwas anderes.

Immerhin gibt es schon zahlreiche Handlungsempfehlungen an den Deutschen Bundestag, die Chancen der neuen Technologien zu nutzen und Ansätze, einen fraktionsübergreifenden ständigen Ausschuss dazu zu gründen.

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