LG will 2014 sein erstes Firefox-OS-Smartphone veröffentlichen

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Firefox OS (Grafik: Mozilla)

Das Handy-Betriebssystem von Mozilla soll Anfang kommenden Jahres ein neues Mobiltelefon des koreanischen Herstellers steuern. Erst einmal soll es in Bulgarien verkauft werden. Künftige Tablets und Phablets mit Firefox OS seien nicht ausgeschlossen, deutete der bulgarische LG-Sprecher an.

firefox-os-smartphoneSchon im ersten Quartal 2014 soll ein erstes LG-Smartphone mit Mozillas Firefox OS auf den Markt kommen. Dimitar Valev, Sprecher von LG Bulgarien, hat dies in einem Interview mit Dnevnik.bg angekündigt. Nach Alcatel, Geeksphone und ZTE wäre LG damit der vierte Anbieter von Geräten mit Firefox OS.

Valev bemühte sich, die Ankündigung auf den bulgarischen Markt zu beschränken. Allerdings wird LG ein Smartphone mit einem neuen Betriebssystem nicht exklusiv nur für ein Land entwickeln. Der genannte Termin gibt LG die Möglichkeit, zu beobachten, wie sich Firefox-OS-Geräte im Markt entwickeln.

LG beschäftigt sich Valev zufolge auch mit Tablets und Phablets mit Firefox OS. Selbst die Entwicklung einer Smartwatch mit Mozillas Mobilbetriebssystem werde geprüft. Entsprechende Gerüchte sind schon länger im Umlauf. Bisher sind aber noch keine Bilder eines Prototyps aufgetaucht.

Seine Zusammenarbeit mit Mozilla hatte LG im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Firefox OS wird als eine Möglichkeit für Handyhersteller angesehen, ihre Abhängigkeit von Google zu reduzieren. Aufgrund der geringen Hardwareanforderungen wird es bisher ausschließlich für Smartphones im Einstiegssegment verwendet.

Das von ZTE in Großbritannien und den USA über Ebay angebotene Firefox-OS-Smartphone ZTE Open war schon nach wenigen Tagen ausverkauft. Allerdings standen für beide Länder jeweils weniger als 1000 Stück zur Verfügung, weswegen der Verkauf kaum als weltbewegender Akt gelten kann. Die Aktion zeigt jedoch, dass die preisgünstigen Geräte mit dem Mozilla-OS auch in westlichen Ländern angenommen werden. Das könnte LG und andere Hersteller ermutigen, ihre Firefox-OS-Geräte ebenfalls nicht nur in Entwicklungsmärkten wie Bulgarien anzubieten.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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