Google-Ausfall senkte Internet-Traffic um 40 Prozent

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Google-Ausfall

Eine kurze Offlinezeit der Suchmaschine reichte, und schon schrumpfte der weltweite Internetverkehr in fünf Minuten massiv. Es scheint, als ob die Welt nur noch “googelt”, um das Gesuchte zu finden. Samstag Nacht (europäischer Zeit) mussten Internet-Nutzer vier Minuten ohne Google-Services auskommen.

Nahezu alle Google-Dienste waren in der Nacht von Freitag auf Samstag kurzzeitig ausgefallen. Dass auch die Suche betroffen war, hatte fatale Folgen für den wetweien Datenverkehr. Deutsche Nutzer dürften davon nicht viel mitbekommen haben. Der rund vierminütige Ausfall trat hierzulande laut Googles Statuswebsite am Samstagmorgen um 0.51 Uhr auf.

shutterstock_world-wide-web-internet-Alberto-MasnovoWie Google ausführt, resultierten 50 bis 70 Prozent aller Anfragen in diesem Zeitraum in Fehlermeldungen. Einige Dienste wären bereits nach einer Minute wieder verfügbar gewesen. Nach vier Minuten funktionierten angeblich alle wieder ordnungsgemäß.
US-Nutzer bekamen den Ausfall aufgrund der Zeitverschiebung wesentlich deutlicher zu spüren. Dort ereignete er sich am Freitagnachmittag um kurz vor 16 Uhr. Der Verlauf lässt sich gut anhand zahlreicher Kommentare auf Twitter nachvollziehen.

Der kurze Google-Ausfall hatte offenbar deutliche Auswirkungen auf den weltweiten Internetverkehr. Nach Statistiken des Analysediensts GoSquared gingen die globalen Seitenaufrufe innerhalb von fünf Minuten um 40 Prozent zurück.
Internetnutzer seien in hohem Maß davon abhängig, dass Google online ist, teilte GoSquared mit. “Erwähnenswert ist auch, dass die Seitenabrufe kurz darauf einen deutlichen Ausschlag nach oben aufwiesen, als Nutzer ihr Ziel erreichen konnten.”

Einzelne Google-Dienste haben immer mal wieder mit Störungen zu kämpfen. Der letzte weltweite, diensteübergreifende Ausfall liegt allerdings schon über vier Jahre zurück. Ausfälle von anderen Anbieter wirken sich weniger stark aus. So hatte Microsoft drei Tage, um einen Ausfall von Outlook.com zu beheben – und im gesamten Web änderte sich nicht viel in dieser Zeit.

[mit Material von Eric Mack, News.com und Björn Greif, zdnet.de]

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