SAP greift mit ERP Foundation Extension nach Aufsteigerfirmen

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Mit der “ERP Foundation Extension”, die auf HANA, dem In-Memory-Paket für den analytischen Umgang mit Big Data, aufbaut, will das Walldorfer Softwareunternehmen die schnell wachsenden Unternehmen für sich gewinnen. Das Produkt deckt Finanzen, Personalwesen, Fertigung, Beschaffung, Vertrieb oder Compliance ab.

SAP stürzt sich mit seiner ERP Foundation Extension vor allem auf Neu- und Migrationskunden, die bisher noch keine oder wenige SAP-Lösungen verwenden. Damit soll der Einstieg der betriebswirtschaftlichen Newcomer und Schnellstarter in das Enterprise Resource Planning (ERP) abgedeckt sein. Das Tool deckt alle Kernprozesse wie Finanzen, Personalwesen, Fertigung, Beschaffung, Vertrieb oder Compliance ab und lässt sich flexibel als Vor-Ort-Installation, über hybride Modelle, die SAP HANA Enterprise Cloud oder über Private Cloud-Angebote von SAP-Partnern nutzen.

SAP ERP Foundation Extension Werbebild
Mit diesem Werbebild will SAP zeigen: Die ERP Foundation Extension ebnet den Weg zum Big Business. (Bild: SAP)

Das Angebot enthält Erweiterungen für die Kernanwendungen aus den Bereichen Mobilität, Cloud und Analytics. Alle Komponenten sind für den Einsatz mit SAP HANA optimiert.

Auch wenn der Marketing-Fokus des Herstellers zunächst auf verschiedenen Konferenzen in Emerging Markets liegt, ist das Paket auch für Deutschland interessant, wie Ulrike Raidl, Solution Owner SAP ERP Foundation bei SAP, betont: “Es ist ein spezielles Angebot für Neukunden vom gehobenen Mittelstand aufwärts.” Zwar wird es entweder von SAP direkt für Großkunden oder von Partnern (einbezogen in Business All in One) vermarktet, doch auch kleinere Kunden mit hohem Wachstum sollen über die SAP-Partner teilhaben können.

Die Wiederverkäufer und Value-Added Reseller können ihre branchenspezifischen SAP-Business-All-in-One-Lösungen um die neuen Erweiterungsoptionen ergänzen.

SAP hat das neue Paket in verschiedenen Workshops mit etwa einem Dutzend Partnern und künftigen Kunden konzipiert, die an der Pilotphase teilgenommen haben. Die Implementierung erfolgt durch die Berater von SAP Consulting oder einen der über 3700 SAP Services Partner. Wie lange eine Implementierung dauert, ist derzeit schwer abzuschätzen. Als grobe Schätzung nennt Raidl 25 Wochen.

Die Komponenten der ERP Foundation Extension sind im Einzelnen: Die sogenannten Fiori Apps, eine Oberfläche für Gelegenheitsnutzer, die HTML5-basiert den Überblick über die Daten von jedem beliebigen Gerät ermöglicht. Als zweites die Netweaver Process Integration, die die Datenübernahme aus vorhandenen Altsystemen ermöglicht. Migrationskunden sind laut Raidl eine wichtige Zielgruppe, und zwar sowohl solche, die bisher noch kein richtiges ERP-System hatten als auch wechselwillige Anwender von Wettbewerbssystemen.

Weiter im Paket enthalten sind die Business Intelligence Lösungen von SAP Business Objects sowie die Cloud for Sales Lösung. Der Compliance und Sicherheitsaspekt wird abgedeckt mit der Access Control für Zugangskontrolle sowie der Netweaver Single Sign On Software.

Das Training der deutschen Partner wird in der Kalenderwoche 36 beginnen. Bereits jetzt sind Informationen auf der Partner Web-site verfügbar. Auf der allgemeinen Preisliste wird das Paket erst im Oktober erscheinen. Eine separate Lizenz ist notwendig. Vor allem die Nutzung von Business Itelligence soll durch das Produkt angekurbelt werden. Nicht umsonst heißt der US-Werbespruch dazu  “Helps Fast-Growing Companies Run Like Never Before”.

[mit Material von Dr. Jakob Jung, channelbiz.de]

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