Festplattenprotokoll SATA 3.2 beschleunigt SSD-Übertragung

Data & StorageStorage

Die Organisation SATA-IO hat die Fertigstellung von Release 3.2 ihres Standards angekündigt. Mit dem erweiterten SATA Express werden PCIe und SATA vereint. So lassen sich bis zu 2 GByte pro Sekunde übertragen.

Durch Nutzung des jetzt freigegebenen Standards SATA 3.2 werden auch Hochgeschwindigkeits-SSDs mit ausreichenden Datentransferraten über die SATA-Schnittstelle bedient. Die Ergänzung von SATA Express nutzt zwei PCIe-3.0 Datenbusse oder wahlweise ein Standard-SATA mit 6 Gbps (das sind 0,6 GByte/s) für langsamere Laufwerke wie die herkömmlichen Festplatten. PCIe wurde ursprünglich für Grafikkarten konzipiert und später von verschiedenen Herstellern für Speichererweiterungen oder die Kommunikation mit Highend-Laufwerken genutzt Das neue SATA 3.2 vereint beide Welten – so kann die Standard-SATA-Verkabelung weitergenutzt und die hohe PCIe-Geschwindigkeit übertragen werden.

SATA_IODie Anbindung der Laufwerkscontroller kann nun auch über den Einsteckkarten-Formfaktor M2 der PCI-SIG geschehen (Liste der Formfaktoren hier) und erlaubt so das Einbinden von SSDs über herkömmliche PC-Steckplätze. Durch die Unterstützung des Universal Storage Module (USM) können nun auch Laufwerke selbst für Ultrabooks im laufenden Betrieb entfernt, erweitert oder ausgetauscht werden. Noch ein weiterer Standard wird von SATA 3.2 integriert: microSD-Speicherkarten können zu Single-Chip-SATA-Drives werden.

Die aktuelle Storage-Definition kommt mit einigen Performance-Verbesserungen insbesondere bei der Verwendung von Hybridlaufwerken. Die Funktion nennt sich “Hybrid Information”.

Keine Neuerung ohne Energiespar-Funktionen: Das Feature DevSleep fährt ein Laufwerk nahezu auf Null herunter, wenn keine Daten übertragen werden – und kann es in Windeseile wieder virtuell über Cache-Nutzung anschalten. Bis das physikalische SATA-drive wieder hochgefahren ist, gehen keine Daten verloren.

Die Erweiterung von SATA dürfte nur wenig Zeit benötien, bis sie sich in Geräten niederschlägt, denn SSDs werden immer schneller. Um den Geschwindigkeitszuwachs auch nutzen und vermarkten zu können, werden die Hardwareproduzenten den neu verabschiedeten Übertragungsstandard schnellstmöglich integrieren.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen