Smartphone-Hersteller baut Solarstrom-Displays ins Handy ein

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Die Technik Wysips Crystal macht Mobiltelefon-Anzeigen zu Solarstrom-Generatoren. Der französische Entwickler Sunpartner hat nun ein Abkommen mit der chinesischen TCL zur Integration der Erfindung in neue Systeme geschlossen. TCL produziert zum Beispiel das “Firefox-Smartphone” Alcatel One Touch.

Der chinesische Telefongigant TCL arbeitet mit dem französischen Unternehmen Sunpartner zusammen, um neue Mobiltelefone herzustellen, die sich im Sonnenlicht selbst aufladen. Die Erfindung “WYSIPS“, die 2011 als Prototyp präsentiert worden war, geht damit in ihre nächste Phase: TCL Communication, Hersteller des Alcatel One Touch und anderer Smartphones, testet jetzt “What you see is pholotovoltaic surface” (WYSIPS) in konkreten Produkten. Gemeinsam kümmern sich die Partner künftig um Technik und weltweite Vermarktung.

WYSIPS-Display
Mit WYSIPS-Displays hellt Sunpartner die Anzeigen auf, um den Helligkeitsverlust durch integrierte Solarzellen auszugleichen (Bild: Sunpartner).

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Mobilgeräte wie Smartphones, Tablets und E-Book-Reader unabhängig von Aufladegeräten zu machen. Die Solarzellen innerhalb des Displays sollen die Technikspielzeuge stetig mit neuer Energie versorgen.

Derzeit entwickelt Sunpartner eigenne Angaben zufolge Prototypen für drei “führende Anbieter in der Mobilindustrie”. Der Deal mit TCL ist nur der erste, zwei weitere Verträge wollen die Franzosen in den nächsten Monaten abschließen. Die ersten Lizenzgeschäfte für die Massenproduktion sollen in der ersten Hälfte 2014 unter Dach und Fach gebracht werden.

Ludovic Deblois, Chef und Mitgründer von Sunpartner, erhofft sich durch TCL leichter den Eintritt in den riesigen chinesischen Mobilfunkmarkt zu schaffen. Die Finanzierung seines Start-ups mit bisher vier Millionen Euro Funding und der bereits stattfindende Einbau der Technik in Flugzeugfenster sichern monetär ab, dass neue Handys künftig nicht mehr am Stromnetz aufgeladen werden müssen.

In gemeinsamen Projekten mit Archos, Gemalto und Eurocom sitzt das Unternehmen zudem an der “nächsten Generation der Tablets”. Auch weitere Partnerschaften bestünden schon – aber über die dürfe man noch nicht reden.

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