Microsoft arbeitet am Surface 2

KomponentenMobileTabletWorkspace

NVidia-Chef Jen-Hsun Huang weiß von Microsofts nächster Generation von Windows-RT-Tablets. Das bestätigte er gegenüber news.com. Der CEO des taiwanischen Unternehmens hofft, dass das neue Tablet mit Windows für ARM-CPUs den Verkauf seiner Tegra-Chips ankurbeln wird.

Der Nvidia-CEO erklärt: “Wir arbeiten am Surface 2”. Das Fehlen von Outlook sei mitverantwortlich für den Misserfolg der ersten Surface-RT-Generation. Die zweite Generation soll wieder wie die erste mit einem Tegra-Prozessor von Nvidia ausgestattet sein – und die “Killer-App” Outlook enthalten.

Microsoft Surface

Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang hat gegenüber News.com bestätigt, dass Microsoft einen Nachfolger des Surface-Tablets plant. Er hofft auf eine Besserung des Geschäfts mit der Tegra-CPU – das im zweiten Quartal um 71 Prozent eingebrochen war. Der Umsatz war so schlecht, weil Microdofts erstes Windows-RT-Surface muit dem NVidia-Chip offenbar ein Ladenhüter ist.

Der Softwarekonzern musste deswegen im vergangenen Quartal 900 Millionen Dollar abschreiben. Kurz darauf wurde bekannt, dass Surface RT und Surface Pro seit der Markteinführung erst 853 Millionen Dollar Umsatz erzielt hatten. MS musste den Preis des Surface RT senken, um die Lagerbestände abzubauen.

Huang zufolge ist das größte Problem des Surface RT, auf dem das für ARM-Prozessoren optimierte Windows RT läuft, das Fehlen einer Outlook-Version. “Das ist die Killer-App für Windows”, sagte Huang. “Wir bringen das jetzt mit der zweiten Surface-Generation. Wir arbeiten wirklich hart daran, und wir hoffen, dass es ein großer Erfolg wird.”

Diesen Erfolg benötigt Nvidia dringend für sein Geschäft mit Mobilprozessoren. Laut der gestern veröffentlichten Bilanz für das zweite Fiskalquartal 2014 (bis 28. Juli) trugen Tegra-Chips nur 52,6 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz bei, 71 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und 49 Prozent weniger als im ersten Fiskalquartal. Selbst die Einnahmen aus einer Patentvereinbarung mit Intel übertrafen mit 66 Millionen Dollar den Mobilumsatz deutlich. Tegra ist zwar bisher nur ein kleiner Teil von Nvidias Geschäft, aber eben auch ein Schlüssel für die Zukunft des Chipherstellers.

Für den finanziellen Rückgang macht Nvidia vor allem eine geringere Nachfrage nach Tegra-3-Prozessoren verantwortlich. Im zweiten Halbjahr rechne man aber mit mehr Aufträgen für den Nachfolger Tegra 4 – besonders in Microsoft-Tablets – und habe dementsprechend bereits die Produktion angekurbelt.

[mit Material von Shara Tibken, News.com und Stefan Beiersmann, zdnet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen