LG-Smartphone G2 kommt mit neuem Prozessor und Bedienkonzept

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Das Android-Smartphone mit 5,2-Zoll-Display wird als erstes von Qualcomms Quad-Core-CPU Snapdragon 800 angetrieben. Der Einschaltknopf und die Tasten zur Lautstärkeregelung sitzen auf der Rückseite. Zur Ausstattung gehört auch eine 13-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator.

LG hat auf einer Presseveranstaltung in New York den Nachfolger seines bisherigen Android-Spitzenmodells Optimus G vorgestellt. Das G2 wartet mit einigen Neuerungen im Smartphone-Design auf: So sitzen die Lautstärketasten sowie der Power-Knopf nicht mehr an der Seite, sondern auf der Rückseite unter der Kameralinse. Das erleichtert laut Hersteller die Bedienung während des Telefonierens, da sich die Tasten so in der Nähe der natürlichen Fingerposition befinden.

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Bei LGs G2 sitzen Lautstärketasten und Einschaltknopf auf der Rückseite unter der Kameralinse (Bild: LG).

Ebenfalls neu ist das Feature “Knock On”: Es erlaubt das Aufwecken des Telefons aus dem Ruhezustand durch zweifachen Fingertipp auf das Display. Als Innovation preist LG auch die gesteigerte Aufnahme- und Klangqualität des G2 an. Statt in CD-Qualität mit 16 Bit und 44,1 KHz kann es Lieder in den Formaten FLAC oder WAV in Studioklang mit 24 Bit und 192 KHz wiedergeben. Damit Besitzer die höhere Audioqualität nutzen können, bietet LG In-Ear-Kopfhörer von QuadBeat als Zubehör an.

Als Prozessor kommt Qualcomms Vierkern-CPU Snapdragon 800 (MSM8974) mit 2,26 GHz Takt und Adreno-330-GPU zum Einsatz. Der soll einen ordentlichen Leistungsschub gegenüber dem Snapdragon 600 liefern, der zum Beispiel im HTC One oder dem Samsung Galaxy S4 verbaut ist. Er hat Zugriff auf 2 GByte stromsparenden DDR3-800-RAM. Der interne Speicher ist je nach Ausführung 16 oder 32 GByte groß. Da kein Micro-SD-Kartenslot vorhanden ist, lässt er sich nicht erweitern.

Die Grafikeinheit verfügt über einen dedizierten Speicher, wodurch der Stromverbrauch des Displays sinken soll. Bei Standbildern verspricht LG Einsparungen von bis zu 26 Prozent, insgesamt ergebe sich eine Stromersparnis von 10 Prozent. Dadurch soll der fest verbaute 3000-mAh-Akku mit einer Ladung bei regelmäßiger Nutzung des Smartphones eine Laufzeit von 1,2 Tagen ermöglichen.

Der 5,2 Zoll große IPS-Touchscreen bietet eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten und eine Pixeldichte von 423 ppi. Der Display-Rahmen ist dank der eingesetzten Touchscreen-Sensortechnik Dual-Routing nur 2,65 Millimeter dick. So fällt das G2 mit Maßen von 13,8 mal 7,1 mal 0,9 Zentimetern nur unwesentlich größer aus als die Konkurrenten HTC One (13,7 mal 6,8 mal 0,9 Zentimeter) oder das Galaxy S4 (13,7 mal 7 mal 0,8 Zentimeter), die allerdings nur über ein 4,7-Zoll- beziehungsweise 5,0-Zoll-Display verfügt.

Eine weitere Besonderheit ist die Kamera. Bei dem 13-Megapixel-Modell kommt nun ein optischer Bildstabilisator zum Einsatz, laut LG ein Novum in dieser Klasse. Er soll insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen für schärfere Fotos sorgen. Zudem werden Aufnahmemodi wie Panorama, Beauty-Shot oder Burst-Mode unterstützt. Für Videotelefonie gibt es zusätzlich eine 2,1-Megapixel-Webcam in der Vorderseite.

Das G2 unterstützt WLAN nach der neuesten Spezifikation 802.11ac, Bluetooth 4.0 LE, UMTS samt HSPA und LTE. Auch ein Micro-USB-3.0-Port, NFC, A-GPS und Glonass sind an Bord. Als Betriebssystem ist Android 4.2.2, inklusive diversen Anpassungen seitens LG vorinstalliert. Sonderfunktionen sollen Anwendern den alltäglichen Umgang erleichtern. Das Feature “Answer Me” beispielsweise stellt automatisch den Klingelton leiser und nimmt den Anruf entgegen, sobald der Nutzer das Gerät ans Ohr hält. “Plug & Pop” erkennt, wenn Kopfhörer oder USB-Kabel angesteckt werden, und öffnet passende Funktionen. Außerdem lässt sich das G2 als Universalfernbedienung für Fernseher und andere Geräte nutzen.

Mit einem Gastmodus liefert LG ein ähnliches Feature wie Googles beschränkte Profile unter Android 4.3. Der Modus schützt vertrauliche Inhalte des Eigentümers, indem er nur voreingestellte Apps anzeigt.

Das G2 soll innerhalb der nächsten acht Wochen in Schwarz und Weiß bei weltweit rund 130 Mobilfunkanbietern erhältlich sein. Zunächst wird es in Südkorea verkauft, dann in Nordamerika, Europa und anderen wichtigen Märkten. Genaue Termine und einen Preis hat der Hersteller noch nicht genannt.

Die Kollegen von CNET haben sich das G2 bereits genauer angesehen. In einem Hands-on zeigen sie, wie es sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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