Start-ups aus dem Baskenland

Start-UpUnternehmen
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Das Baskenland – dabei denkt man hierzulande zunächst an felsige Küsten, lustige Mützen, eine ungewöhnliche Sprache und Autonomiebestrebungen. Hightech fällt als Stichwort wohl kaum jemandem ein. Dabei hat gerade der spanische Teil einige spannende Start-ups hervorgebracht. ITespresso gibt einen Überblick.

Ähnlich wie der Rest Spaniens hat auch das Baskenland zahlreiche Technik-Firmen hervorgebracht. Sherpa, Spotbros und Ticketbis sind Namen, die man mittlerweile in ganz Spanien kennt. Die Palette an Start-ups ist jedoch weit größer – und sie erobern nicht nur die iberische Halbinsel, sondern langsam den ganzen europäischen Kontinent.

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Was auffällt, ist die intensive Internationalisierung baskischer Start-ups. Xabier Uribe-Etxebarría, der Gründer von Sherpa, ist zum Beispiel gut bekannt mit Mitchell Baker, Präsidentin von Mozilla. Ticketbis verkauft Eintrittskarten in 20 Ländern. Anboto und Sustainable Reference haben beide schon heute ihre Leute im Silicon Valley sitzen.

Iñaki Bartolomé von der Bewegung Euskal Valley erklärt sich das so: “Baskische Start-ups setzen auf eine internationale Präsenz – zum einen aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Inland, zum anderen, weil es als Technikunternehmen einfacher ist als für traditionelle Firmen, sich im Ausland zu etablieren.”

Auch die baskische Politik kommt dem Ökosystem zugute. Die Einrichtung Bilbao Ekintza etwa, die der Stadtregierung von Bilbao untersteht, unterstützt vorrangig Projekte aus innovativen Sektoren – beispielsweise Ökotechnologie, Stadtentwicklung, Kunst, Technik und Design, Tourismus, Gesundheit und Lebensqualität.

Ein weiterer Grund für den Boom baskischer Start-ups ist die Zusammenarbeit zwischen Universität und Unternehmen. Die Universidad del País Vasco (UPV/EHU) macht Firmen Projekte schmackhaft, die im akademischen Umfeld entstanden sind. Zudem bietet sie Programme an, um den Unternehmergeist der Studenten zu fördern.

Neben der Unterstützung vonseiten der Öffentlichen Hand und der Universität sind diverse Initiativen entstanden, die mit Start-ups kooperieren. Ein Beispiel dafür ist Euskal Valley – eine von baskischen Unternehmern ins Leben gerufene Bewegung mit dem Ziel, das Baskenland zu einem attraktiven Standort für neue Technologien zu machen. Auch Ideateca gehört dazu, das innovative Projekte entwirft und entwickelt.

Unser spanischer Kollege Juan Miguel Revilla von ITespresso.es hat sieben der am stärksten international ausgerichtten baskischen Start-ups ausgewählt, wir stellen sie im Folgenden vor.

Überblick: Die interessantesten Start-ups aus dem Baskenland

Start-ups aus dem Baskenland

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Über die Online-Plattform Ticketbits können Nutzer Eintrittskarten für Veranstaltungen kaufen. Ticketbis ist mittlerweile in etwa 20 Ländern aktiv, darunter Argentinien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Italien und Mexiko.