Google stellt Individual-Smartphone Moto X vor

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Das Gerät ist zunächst nur in Amerika erhältlich und wird nach Kundenwunsch in Texas zusammengebaut. In der Hardware-Aussttatung unterscheidet es sich kaum von den aktuellen Droid-Modellen. Überzeugen will Google mit zahlreichen Optionen für die individuelle Gestaltung.

Google hat sein schon lang erwartetes Smartphone Moto X nun offiziell vorgestellt. Technisch bringt es keine Überraschungen. Punkten will das ab Ende August, Anfang September in den USA, Kanada sowie einigen mittel- und südamerikanischen Ländern erhältliche Telefon bei den Konsumenten durch die Möglichkeiten für die Individualisierung.

Zum Marktstart lockt Google Käufer mit 50 GByte für zwei Jahre kostenlosem Speicher bei Google Drive. In den USA wird das Smartphone bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags mit zwei Jahren Laufzeit 200 Dollar kosten.

Käufer haben die Möglichkeit, zahlreiche Elemente anzupassen, darunter die Vorder- und die Rückseite, für die Abdeckungen in vielen Farben und unterschiedlichen Materialien geplant sind. Für die Frontabdeckung sind Schwarz und Weiß im Angebot. Für die Rückseite können Kunden aus 16 Farben und zusätzlich einem von 7 “Akzenten” auswählen – Farben, die an der Seitenabdeckung Verwendung finden.

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Das Moto X wird in 16 Farben erhältlich sein – und lässt sich auch sonst recht weitreichend anpassen (Bild: CBS Interactive).

Das Smartphone wird nach dem Bestellvorgang in einer Motorola-Fabrik in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas zusammengebaut. Auf der Rückseite lässt sich der Name des Besitzers oder ein anderer kurzer Text aufbringen. Zudem stehen vorab wählbare Hintergrundbilder und Wecktöne zur Auswahl. Von der Bestellung bis zur Lieferung sollen höchstens vier Tage vergehen.

Beim Prozessor setzt der Hersteller Qualcomms Dual-Core-Chip Snapdragon S4 Pro (MSM8960DT) mit Adreno-320-GPU. Beim Moto X ist er mit 1,7 GHz getaktet. Motorola hat den Chip allerdings modifiziert. Das nun mit sechs Kernen versehene System bezeichnet das Unternehmen als “X8 Mobile Computing System”. Zwei davon beschreibt Motorola als “Prozessor für kontextuelles Computing” und “Prozessor für natürliche Sprache”. Ersterer verarbeitet die Daten der Sensoren, letzterer ist für die Spracherkennung verantwortlich.

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Das 4,7-Zoll-AMOLED-Display des Moto X bietet eine Auflösung von 1280 mal 720 Pixel und einer Pixeldichte von rund 312 ppi (Bild: CNET.com).

Google erklärt, indem man anspruchsvolle Aufgaben speziellen Prozessoren zuordne, könne man den Stromverbrauch gering halten. “Selbst wenn die Sprachsteuerung dauerhaft angeschaltet ist und das Gerät durchwegs für Aktualisierungen sowie Warnungen verfügbar sei, hält es mit einer Akkuladung bis zu 24 Stunden durch. Würden die neuen Features des Moto X allein durch die Software realisiert werden, wäre der Akku nach zwei bis drei Stunden leer gesaugt”, so Rick Osterloh, Motorolas Senior Vice President für Produktmanagement.

Der CPU stehen 2 GByte RAM und 16 GByte oder 32 GByte interner Speicher zur Seite. Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN (802.11ac) sowie NFC, Bluetooth, UMTS samt HSPA + mit Downloadraten von bis zu 42 MBit/s sowie LTE. An Sensoren bietet das Moto X ein Gyroskop, einen digitalen Kompass, einen Beschleunigungsmesser sowie einem Näherungs- und Lichtsensor.

Als Kameras sind ein 2,1-Megapixel-Modell in der Front und ein 10-Megapixel-Modell in der Rückseite verbaut. Der Bildschirm des Moto X misst 4,7-Zoll. Das AMOLED-Display bietet eine HD-Auflösung von 1280 mal 720 Pixel und einer Pixeldichte von rund 312 ppi. Als Betriebssystem dient das vergangene Woche vorgestellte Android 4.2.2.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de und Christian Schartel CNET.de]

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