Microsoft gibt Markennamen SkyDrive auf

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Grund ist ein Markenrechtsstreit mit dem britischen Fernsehsender British Sky Broadcasting. Der hatte bis Dezember 2011 unter dem Namen Sky Store & Share einen eigenen Speicherdienst in der Cloud angeboten. Microsoft darf den Namen allerdings für eine Übergangszeit noch nutzen.

Microsoft hat sich einem Bericht von The Verge zufolge entschlossen, das Anfang Juli gefällte Urteil eines britischen Gerichts nicht anzufechten. Die Richter hatten dem Fernsehsender British Sky Broadcasting (BSkyB) Recht gegeben, der sich beschwert hatte, die Marke SkyDrive verletzte seine Rechte in Europa.

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Microsoft wird seinem Cloud-Speicherdienst nun einen neuen Namen geben. Die Änderung soll laut The Verge weltweit durchgeführt werden. Microsoft selbst teilte nicht mit, in welchem Zeitraum die Umstellung erfolgen soll. Es machte auch keine Angaben zu einem möglichen neuen Namen für SkyDrive.

Einer gemeinsamen Presseerklärung zufolge einigten sich Microsoft und BSkyB auf einen Vergleich. “Der Vereinbarung zufolge verzichtet Microsoft auf seine geplante Beschwerde gegen das Urteil und Sky wird Microsoft erlauben, den Namen SkyDrive für einen angemessenen Zeitraum weiter zu verwenden, um einen geordneten Übergang zu einer neuen Marke zu erlauben. Die Vereinbarung enthält auch finanzielle und andere Bedingungen, deren Details vertraulich sind.”

BSkyB ist einer der größten Pay-TV-Anbieter in Großbritannien und Europa. Das Unternehmen stellt als Zusatzangebote auch mobile Anwendungen und Streaming-Dienste bereit. Diese Dienste nutzen auch Cloud-Technologien. Zudem bot das Unternehmen bis Dezember 2011 unter dem Namen Sky Store & Share einen eigenen Speicherdienst in der Cloud an.

Die britische Richterin Sarah Asplin kam im vergangenen Monat zu dem Schluss, dass “der durchschnittliche Verbraucher” durch die Namensähnlichkeit verwirrt werde und dass die Öffentlichkeit den Eindruck bekomme, die Angebote von Microsoft und Sky kämen aus einer Quelle oder seien irgendwie miteinander verbunden. Allerdings bezog sich das Urteil nur auf die Europäische Union.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft einen Markennamen ändern muss. Im vergangenen Jahr gab es die Bezeichnung “Metro” für die neue Oberfläche von Windows 8 und Windows Phone auf. Allerdings betonten Vertreter des Unternehmens, Metro sei nur ein Codename gewesen, obwohl die Bezeichnung in vielen Marketingunterlagen benutzt wurde. Offiziell begründete Redmond den Verzicht auf Metro nie mit einem Namensstreit. Vielmehr sprach das Unternehmen von “Diskussionen mit einem wichtigen europäischen Partner”, bei dem es sich um die deutsche Metro AG handeln soll.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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