Millionenförderung für 15 Digitalprojekte in NRW

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In der zweiten Runde des Innovationswettbewerbs “Digitale Medien NRW” wurden der Landesregierung von einer unabhängigen Experten-Jury 15 Projekte zur Förderung vorgeschlagen – von Werkzeugen für KMUs über Vermittlungsplattformen bis zu Anwendungen für Datenbrillen. Der Wettbewerb ist Teil der Initiative “Digitales Medienland NRW”, mit der die digitale Wirtschaft in dem Bundesland gestärkt werden soll.

Im Rahmen der zweiten Runde des Innovationswettbewerbs “Digitale Medien NRW” fördert die Landesregierung Digitalprojekte mit insgesamt 2,3 Millionen Euro. Eine unabhängige Experten-Jury hat jetzt 15 Projekte zur Förderung vorgeschlagen. Der Wettbewerb ist Teil der Initiative “Digitales Medienland NRW“, mit der Landesregierung und Film- und Medienstiftung NRW gemeinsam die Gründung und Innovation in der digitalen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen stärken möchten. Im November vergangenen Jahres wurden in der ersten Runde des Wettbewerbs bereits einmal 1,5 Millionen Euro an neun Projekte vergeben.

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“Neben neuen Tools und Anwendungen ist es vor allem auch die Bündelung und Abstimmung bereits vorhandener Daten und Dienste, mit der sich der Markt derzeit beschäftigt, um einen Mehrwert für Nutzer und Industrie zu schaffen”, sagt der Jury-Vorsitzende Professor Michael Steinbrecher nach der Sichtung der insgesamt 34 Anträge auf Projektförderung. “Auch die Standardisierung vielfältiger crossmedialer Prozesse in einer einzigen Anwendung ist als Trend unter den innovativen Projekten auszumachen.”

“Wir sehen die digitalen Medien als einen wichtigen Leistungsträger und Job-Motor unserer Wirtschaft”, so NRW-Medienministerin Angelica Schwall-Düren. Der Wettbewerb sei ein wichtiger Baustein in der Förderstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen für die Medien- und Kreativwirtschaft. “Ob Förderung oder branchennahe Beratung – Gründer sollen in NRW die bestmöglichen Bedingungen vorfinden, um ihre innovativen Projekte voranzutreiben”, so die Ministerin. Insgesamt stehen für die Initiative „Digitales Medienland NRW“ bis Ende 2013 bis zu zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Die in der aktuellen Runde zur Förderung vorgeschlagenen Projekte sind sehr unterschiedlich. App Wonder, ein Projekt der Kölner 01 Digitales Design GmbH, beispielsweise, widmet sich der Entwicklung eines Portals zur Erstellung von Mobile-Apps ohne große technische Vorkenntnisse. In eine ähnliche Richtung geht das Vorhaben der Active Value GmbH aus Düsseldorf: Sie arbeitet an einem Werkzeugs zur Optimierung mobiler Web-Inhalte, dass dann in erster Linie von KMUs genutzt werden soll.

Die inforbiz.medianet GmbH aus Essen beabsichtigt mit ihrem “Interactive Rescue Assistant” dagegen die Entwicklung einer Anwendung für Datenbrillen zur Unterstützung von Ersthelfern am Unfallort. Und mit dem Projekt des Start-ups Make It Happen aus Köln soll ein Marktplatz für 3D-Produkte, -Daten und –Druckangebote entwickelt werden.

Ebenfalls um Vermittlung geht es bei zwei weiteren Projekten: Mit “Top 100-Experts-2-Hire” will die Ocean Media GmbH aus Köln eine Plattform zur Vermittlung von Experten der IT-Branche aufbauen, und die Humangrid GmbH aus Essen, die auch hinter der Site Clickworker steht, beabsichtigt mit Web-to-Crowd eine Plattform zur Organisation kreativ- und wissensbasierter Crowdsourcing-Aufgaben speziell für KMUs anzugehen.

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