Dänen versuchen es noch einmal mit einem Senioren-PC

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Die Idee eines Senioren-PCs ist nicht neu: Schon mehrfach haben sich Firmen, die dachten, Rentner brauchen einen Spezialrechner, blutige Nasen geholt. Der Duka-PC setzt daher weniger auf angepasstes Design, als vielmehr auf ein umfassendes Servicekonzept samt Internetzugang und Support.

Das dänische Unternehmen Duka-PC tingelte im Frühjahr in Deutschland über Spezialmessen, um seinen für Senioren konzipierten PC den Nutzern vorzustellen. Jetzt geht das Unternehmen mit einem Startangebot die Markteinführung in Deutschland ernsthaft an: Interessenten können den Duka-PC derzeit für vier Wochen kostenlos testen. Das Angebot beinhaltet die kostenfreie Lieferung von Computer, Tastatur und Maus, sowie einen Internetanschluss via UMTS. Alternativ können sich Inteessenten den Rechner auch bei einem der zertifizierten Händler vorführen lassen.

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Unter der speziellen Oberfläche (hier noch in Dänisch) arbeitet der Duka-PC mit Windows 7 (Bild: DukaPC).

Nach dem Testzeitraum kann der Computer versandkostenfrei zurückgesendet werden. Durch die Bestellung entsteht keine Kaufverpflichtung oder Vertragsbindung. Sollte der Tester überzeugt sein, erhält er nach Ablauf der vier Wochen eine Rechnung. Die Aktion läuft bis zum 30. September.

Grundsätzlich richtet sich der Duka-PC nicht nur an Senioren, sondern an Menschen, die noch wenig Erfahrung mit Computern haben, so das Unternehmen. Entwickelt wurde er in Zusammenarbeit mit einer dänischen Seniorenorganisation. Das Ergebnis ist ernüchternd – zumindest für Microsoft, denn die Oberfläche des Dänenrechners erinnert stark an Redmonds neue Kachel-GUI. Von erfahreneren Nutzern lässt sich die Schaltfläche ausblenden, um Zugriff auf die herkömmliche Bedieneroberfläche des als Betriebssystem genutzten Windows 7 zu erhalten.

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Die portable Variante des Duka-PC (Bild: DukaPC)

Besonderheit des Duka-PC ist es, dass er fertig vorkonfiguriert ausgeliefert wird: Er muss zur Inbetriebnahme lediglich an einer Steckdose angeschlossen werden. Internetabonnement, telefonischer Kundendienst sowie automatische Programm- und Sicherheitsupdates, etwa für das Betriebssystem oder den Virenscanner, werden durch einen monatlich 24,99 Euro kostenden Service abgedeckt. Wer schon ein Internetabonnement hat, zahlt monatlich lediglich 14,99 Euro.

Der Rechner selbst kostet einmalig 699 Euro. Der Hersteller hat damit seine Erwartungen angepasst: Im Frühjahr schwebten im noch 949 Euro Anschaffungspreis und 39,99 Euro Monatsgebühr vor.

Käufer bekommen mit dem Duka-PC eine Art All-in-One-Rechner mit Touchscreen. Dieser benutzt die mobile Internetverbindung von T-Mobile. Der Vertrag beinhaltet eine Downloadgeschwindigkeit von 4 MBit/Sekunde sowie 384 KBit/Sekunde im Upload. Das Datenvolumen ist auf 5 GByte pro Monat begrenzt. Nach Verbrauch des monatlichen Datenvolumens steht bis zum Monatsende eine gedrosselte Internetverbindung zur Verfügung.

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Interessenten können den “Einfachrechner” Duka-PC derzeit für vier Wochen kostenlos testen (Bild: DukaPC).
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