Verbraucherzentrale warnt vor britischen Online-Shops

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Die die drei britischen Online-Shops ZenonTechs, Hexastore und Hulkstore machen bei der Recherche nach Markenartikeln aus dem Technikumfeld über die Preissuchmaschine von Google auf sich aufmerksam. Mit Angeboten, die 10 bis 25 Prozent unter denen der Konkurrenz liegen, erobern sie dort Spitzenplätze. Die Verbraucherzentrale NRW rät jedoch dringend vom Einkauf bei den Shops ab.

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Die Verbraucherzentrale NRW rät dringend vom Einkauf bei den drei britischen Online-Shops ZenonTechs, Hexa- und Hulkstore ab. Alle drei schieben sich mit äußerst attraktiven Angeboten vor allem bei Google Shopping auf die Spitzenplätze – wo sie dann auch von diversen Preissuchmaschinen gefunden werden.

Stutzig werden sollten Schnäppchenjäger eigentlich schon, weil die Shops zwar mit PayPal, Visa und Mastercard werben, letztlich aber nur die Überweisung per Vorkasse zur Verfügung steht – bekanntermaßen die risikoreichste Art zu bezahlen. Einmal getätigte Überweisungen lassen sich bei Problemen mit der Lieferung nicht ohne weiteres zurückbuchen – eine Erfahrung, die laut Verbraucherzentrale derzeit tausende Kaufwillige machen müssen.

Nach Meldungen von geprellten Kunden hat die Verbraucherzentrale NRW bei Google nach fünf aktuell gut laufenden Produkten gesucht: einem Benq-Monitor, dem Samsung-Handy Galaxy S3, einer Digitalkamera von Canon, einem Navigationsgerät von TomTom sowie einem Samsung-TV. Bei allen fünf Produkten hatte einer der britischen Shops eine Spitzenofferte eingeschleust – allerdings auch stets exklusiv bei Google.

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Hulk würde grün vor Wut werden: Laut Verbraucherzentrale NRW lockt der Hulkstore mit günstigen Preisen, zockt allzu sparsame Online-Shopper aber dann per Vorkasse ab (Screenshot: ITespresso).

Zehn Konkurrenz-Suchmaschinen hingegen durchforsteten die Verbraucherschützer vergeblich nach den vermeintlichen Superschnäppchen von der Insel. Sie fehlten beispielsweise bei Preisroboter, Pricerunner und Idealo sowie bei Kelkoo, Billiger und Shopping24.

Eine mögliche Erklärung dafür liefert das Portal Günstiger.de: Alle gelisteten Händler würden hier einer “intensiven Qualitätskontrolle” unterzogen. Diese umfasse eben sicheren Bezahlarten auch ein aktuelles Impressum und einen gültigen Gewerbeschein”. Genau daran mangelt es laut Verbraucherzentrale aber bei dem dubiosen Trio. Zudem sind den Verbraucherschützern bei den auf den ersten Blick professionell aufgemachten Shops ein paar weitere Merkwürdigkeiten aufgefallen: Die “AGB” (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) werden durchgängig als “ABG’s” bezeichnet, Hexastore kommt völlig ohne Impressum aus und angegebene Telefonnummern sind nicht freigeschaltet.

Zudem verkaufen sich Hexastore, Hulkstore und ZenonTechs wortgleich als “junges Unternehmen mit einem ganzen Jahrhundert Firmengeschichte”. Und bei näherer Betrachtung entpuppt sich auch das PayPal-Signet als vom Original leicht abgewandelte Fälschung,

Die Verbraucherzentrale NRW rät daher dringend von Angeboten der drei Online-Shops ab. Für alle Online-Kunden, die sich auf ihnen unbekannte Shops einlassen wollen gelte zudem, auf eine sichere Zahlungsvariante zu achten. Dazu gehöre etwa der Kauf auf Rechnung, die Lastschrift oder auch PayPal. Bleibt die Lieferung aus, kann so zumindest der Kaufpreis gesichert werden.

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