Entwicklung von Android-Apps lohnt sich immer mehr

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Android Logo (Bild: Google)

Das geht aus der Studie “Developer Economics” hervor, für die 6000 Entwickler von mobilen Anwendungen nach ihren Einnahmen befragt wurden. Demnach wird HTML5 bei Entwicklern ebenfalls beliebter. Auch Windows 8 und Blackberry 10 legen zu, das Interesse an Windows Phone lässt dagegen nach.

Für App-Entwickler lohnt es sich zunehmend mit Googles Android-Plattform zu arbeiten: Die damit erzielbaren Einnahmen und Gewinne nähern sich allmählich denen an, die mit Apples iOS erreichbar sind. Das geht aus der Studie “Developer Economics” von VisionMobile hervor. Die Marktanalysten befragten dafür 6000 Entwickler von mobilen Anwendungen nach ihren monatlichen Einnahmen.

Demnach liegt iOS mit durchschnittlichen Einnahmen von monatlich 5200 Dollar noch immer vorn. Android-Entwickler konnten den Abstand jedoch deutlich verringern und erreichen nun im Durchschnitt monatliche Einnahmen von 4700 Dollar. An dritter Stelle folgt Windows Phone mit 3600 Dollar. HTML5 bringt immerhin durchschnittliche Monatseinkünfte von 2900 Dollar. Die Arbeit mit Blackberry 10 bringt im Schnitt 1200 Dollar ein.

Bislang ziehen viele Anwendungsentwickler iOS immer noch Android vor, weil sich trotz des geringen Marktanteils mehr damit verdienen lässt. Die Studie gibt keine Auskunft darüber, inwieweit Amazon mit seinem App-Shop für Android zu den steigenden monatlichen Einnahmen durch die Android-Plattform beitrug.

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Laut Statista App Monitor geben deutsche Verbraucher monatlich schätzungsweise 9,9 Millionen Euro für iOS-Apps aus. Davon entfallen 4,8 Millionen Euro auf das iPad und 5,1 Millionen Euro auf das iPhone. Dagegen generieren Android-Apps hierzulande hochgerechnet 9,2 Millionen Umsatz pro Monat, von denen 7,8 Millionen Euro auf Smartphone-Apps entfallen. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Gerät liegt bei iPhones mit 0,77 Euro signifikant über dem von Android-Smartphones, der 0,46 Euro beträgt (Grafik: Statista).

Die weltweit durchgeführte Umfrage lässt außerdem erkennen, dass HTML5 in der Gunst der Entwickler steigt. 52 Prozent von ihnen nutzen inzwischen HTML5, im ersten Quartal waren es noch 50 Prozent. Damit liegt es allerdings noch hinter iOS (56 Prozent) und Android (71 Prozent). HTML5 gilt vor allem als Weg, um über Plattformen hinweg für Mobilbrowser zu entwickeln. Das Entwicklerinteresse für Windows Phone stagniert, während Windows 8 und Blackberry 10 beliebter werden.

HTML5-Entwickler setzen Webtechnik vor allem zur Entwicklung mobiler Websites (38 Prozent) ein, während 23 Prozent von ihnen mobile Apps schaffen, die etwa Offline-Funktionalität und tiefere Browser-Integration aufweisen. Auf hybride Anwendungen setzen 27 Prozent dieser Entwickler. Eine Minderheit von 7 Prozent nutzt über Javascript native APIs, und weitere 5 Prozent setzen ein Konvertierungstool wie Appcelerator ein.

Die Entwickler beobachten auch aufmerksam kommende Plattformen und zeigen schon an Firefox OS Interesse, das eben erst eingeführt wird. Das Interesse an Windows Phone hingegen rückläufig und verlagert sich laut VisionMobile zu Windows 8.

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Ebenfalls laut Statista App Monitor kaufen mehr als die Hälfte aller Tablet-Besitzer in Deutschland keine Apps. Beim iPad liegt die Kaufverweigerer-Quote bei rund 55 Prozent, bei Android-Tablets sind es sogar 65 Prozent. Nur 3,3 Prozent der Android-Nutzer gaben an, in den vergangenen acht Wochen für eine App sechs Euro und mehr bezahlt zu haben, bei weiteren 4,9 Prozent waren es 4 bis 5,99 Euro. Zum Vergleich: beim iPad sind beide Käufergruppen jeweils rund zehn Prozent stark (Grafik: Statista).

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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