Kompatibilitätsprobleme durch aktuelle Microsoft-Patches

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Microsoft-Patchday (Bild: silicon)

Von mehreren Seiten gibt es derzeit Meldungen zu Problemen mit Patches für Microsoft-Produkte. Mit den am Juli-Patchday am vergangenen Dienstag verteilten Updates scheinen weitere Probleme oder Fehlfunktionen im Zusammenspiel mit anderen Produkten hinzugekommen zu sein.

Nach der Installation der aktuellen Microsoft-Patches sind nicht alle Nutzer mit dem Ergebnis glücklich. Offenbar kommt es in bestimmten Konfigurationen zu Kompatibilitätsproblemen mit anderer Software – teils von Dritten, teils sogar von Microsoft selbst.

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Die automatisch verteilte Aktualisierung KB 2840628 stört zum Beispiel den Blogger North52. Seinem Bericht zufolge wird damit nicht nur ein Sicherheitsproblem in Silverlight und dem .Net-Framework geschlossen wird, sondern kommt es auch zu Problemen mit Configurations Manager 2012 und 2007.

Das Update soll zudem unter Server 2008 zu Problemen mit dem SQL-Server führen, wie auf MyIT-Forum gemeldet wird. Zudem scheinen einige Plug-ins des Microsoft-CRMs Probleme mit dieser Aktualisierung zu haben.

Nach Einspielen des Updates KB 2803821 für Windows berichten Anwender von Adobe Premier Pro CS6 von schwarzen Balken in WMV-Videos. Das Problem scheint bei Microsoft bekannt zu sein, dennoch liefert Microsoft den Patch nach wie vor über das automatische Update aus.

Durch einen im Juni ausgelieferten Patch, das Update KB 2821895 für Windows 8 und Windows RT kommt es immer noch beim System File Checker zu Problemen, wie in einem Microsoft-Forum nachzulesen ist. Häufig scheint es bei einem Scan-Befehl zu einem eingefrorenen System zu kommen: Bis zu zehn Minuten lang tut sich dann gar nichts mehr. Anschließend liefert der Rechner unterschiedliche Fehlermeldungen.

Microsoft scheint auch in diesem Fall den Fehler im eigentlichen Patch nicht behoben zu haben. Nach wie vor wird der Patch offenbar unverändert als optional angeboten. Das Unternehmen rät allerdings inzwischen, falls die Aktualisierung zu Problemen führt, diese über DISM zu beheben. Hat man den Patch aber einmal installiert, gibt es offenbar bislang keine Möglichkeit, ihn wieder zu deinstallieren.

Allerdings scheint Microsoft dazu inzwischen einen Workaround zu haben. Der Hersteller erklärt, man solle über die Kommandozeile den Befehl dism /online/cleanup-image/restorehealth, ausführen. Anschließend sollte sfc/scannow noch einmal ausgeführt werden und ohne Probleme durchlaufen.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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