Kim Dotcom plant Fonds für Start-ups mit Ideen für mehr Privatsphäre

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encryption-schloss-code-sicherheit (Bild: Shutterstock / photobank.kiev.ua)

Das Enfant Terrible des Webs sucht dafür nach Partnern und Fondsmanagern. Nach den Enthüllungen zu PRISM scheint Kim Dotcom alias Schmitz eine goldene Zukunft für Start-ups mit Schwerpunkt auf Angeboten zur Sicherung der Privatsphäre zu sehen.

Der umstrittene Internetunternehmer Kim Scmitz hat erklärt, einen Risikokapitalfonds für Start-ups auflegen zu wollen, deren Geschäftsmodell mehr Privatsphäre für ihre Kunden verspricht. “Ich plane einen Risikokapitalfonds für Privacy-Start-ups”, schreibt er bei Twitter. “Ich suche nach Partnern und Fondsmanagern.”

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Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Der Gründer des Cloud-Speicherdienstes Mega macht sich offensichtlich die Enthüllungen über das Spähprogramm des US-Geheimdienstes NSA zunutze und hofft, dass verstärktes Interesse an Angeboten für mehr Datensicherheit und geschützte Privatsphäre besteht.

Schmitz kündigte erst vor Kurzem an, Mega um eine webbasierte Messaging-Plattform mit durchgehender Verschlüsselung zu erweitern. Nach deren Einführung soll sie durch Apps sowie einen verschlüsselten E-Mail-Dienst ergänzt werden. Der Megaupload-Nachfolger Mega bezeichnete sich von Anfang an als “The Privacy Company”.

Kim Schmitz dürfte sich aufgrund seiner persönlichen Vorgeschichte allerdings schwertun, das Vertrauen von Anlegern zu gewinnen. Wie sie bei Wikipedia nachlesen können, versuchte es der in Deutschland geborene Unternehmer in der Dot-Com-Ära mit der Firma Data Protect Consulting GmbH, die 2001 Insolvenz anmelden musste. Später gründete er die skandalumwitterte Risikokapitalgesellschaft Kimvestor AG. 2002 wurde er in München wegen Insidergeschäften zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer hohen Geldbuße verurteilt.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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