Rocket Internet knackt die Milliardengrenze

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In Euro klingt die im ersten Halbjahr 2013 eingesammelte Summe noch beeindruckend, aber weniger ehrfurchtgebietend: gut 764 Millionen Euro. Das Geld stammt zu einem großen Teil von den beiden wichtigsten Geldgebern Kinnevik und Access Industries. Insgesamt kamen allerdings 650 Millionen Dollar auch von Investoren für bestimmte Unternehmen des Inkubators.

Rocket Internet hat hochzufrieden Halbjahresbilanz gezogen: Dem Inkubator gelang es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 für sich und die von ihm geförderten Unternehmen gut eine Milliarde Dollar einzusammeln. Der Betrag setzt sich aus 650 Millionen Dollar zusammen, die unterschiedliche Investoren einzelnen, von Rocket Internet betreuten Unternehmen bereitgestellt haben, sowie 400 Millionen Euro, die von den beiden bekannten Investoren Investment AB Kinnevik und Access Industries direkt an das Berliner Unternehmen geflossen sind.

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Das sei das größte Investment, das je in einen Internet-Inkubator getätigt wurde, teilt Rocket Internet stolz mit. Das Geld wird letztendlich darauf verwendet, so weiter zu machen wie bisher: Es soll weltweit in Internet-Start-ups gesteckt werden. Bisher hat man über 100 Firmen auf die Beine geholfen.

Für die technsichen Aspekte unterhält das Unternehmen in Berlin und mehreren Entwicklungszentren auf anderen Kontinenten ein Team von rund 250 Spezialisten. Aktuell ist Rocket Internet an 75 Firmen mit insgesamt 20.000 Mitarbeitern in über 50 Ländern beteiligt – wobei man um die USA in der Regel einen großen Bogen macht und sich auf E-Commerce-Aktivitäten konzentriert.

Beispielhaft sind die Firmen Lamoda und Zalora mit Sitz in Russland beziehungsweise Singapur. Lamaoda bekam erst im Juni eine Finanzspritze in Höhe von 130 Millionen Dollar, Zalora Ende Mai 100 Millionen Dollar. Beides sind letztendlich Zalando-Klone und agieren in ihren Märkten ähnlich wie der Modeversender in Europa.

Es gibt jedoch interessante Anpassungen an den lokalen Markt. Beispielsweise unterhält Lamoda einen eigenen Kurierdienst. Der erlaubt es ihm, inzwischen in über zehn Städten die Lieferung am nächsten Werktag zuzusagen – was wahrscheinlich sonst bei Kunden in Russland und Kasachstan nicht machbar wäre.

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Überblick über die wichtigsten E-Commerce-Investments von Rocket Internet (Screenshot: ITespresso)

Allerdings investiert Rocket Internet nicht nur in Modeversender, sondern auch in verwandet Bereiche. Zum Portfolio gehören beispielsweise auch der Payment Service Provider Paymill.com, der in Asien aktive Lebensmittellieferdienst Foodpanda.com sowie die in Südamerika und Asien tätige Taxivermittung EasyTaxi.

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