Smartphone löst Notebook als Urlaubsbegleiter ab

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zahlen-analyse (Bild: Shutterstock / Denphumi)

Immer weniger Deutsche nehmen ihr Notebook mit in den Urlaub. Aber nicht wie man vermuten könnte das Tablet löst die “Schlepptops” ab, sondern das Smartphone – das legt das Ergebnis einer Umfrage von ITespresso nahe.

Wohin man auch schaut: Mobile Geräte stehen derzeit in der IT im Mittelpunkt. Tablets und Smartphones haben den Markt gewaltig umgekrempelt, der Absatz von PCs und Notebooks geht seit mehreren Quartalen in rekordverdächtigen Schritten zurück. Wohl weniger, weil die Menschen diese Geräte nicht mehr benutzten, vielmehr deshalb, weil der Austauschzyklus deutlich länger ist – heutzutage muss das als Desktop-Ersatz fungierende Notebook auf dem Schreibtisch daheim schon mal ein Jahr länger halten – und tut es in der Regel auch.

Das Geld wird lieber für die Anschaffung verschleißintensiverer Mobilgeräte ausgegeben. Ob die dann aber auch wirklich immer dabei sein müssen, wollte ITespresso wissen und fragte seine Leser daher Ende Juni, Anfang Juli, welcher Gerätetyp diesen Sommer auf alle Fälle ihr Urlaubsbegleiter sein wird.

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Über die Hälfte der Teilnehmer einer Umfrage bei ITespresso nehmen 2013 – wenn sie ein mobiles IT-Gerät einpacken – ihr Smartphone mit in den Urlaub (Grafik: ITespresso).

Auf das Notebook wollen lediglich 12 Prozent nicht verzichten. Etwas mehr entscheiden sich für das handlicher Tablet: Jeder siebte Umfrageteilnehmer (15 Prozent) steckt es in den Koffer. Fast ebenso viele (16 Prozent) nehmen ein klassisches Mobiltelefon mit in den Urlaub – wahrscheinlich in erster Linie, um erreichbar zu sein. Über die Hälfte (56 Prozent) dagegen will auch im Urlaub nicht auf ihr Smartphone verzichten.

Interessant sind diese Umfrageergebnisse vor allem im Vergleich mit den Ergebnissen aus dem Vorjahr – auch wenn hier aufgrund der Methode Vorsicht geboten ist, denn im Vorjahr waren Mehrfachantworten möglich, 2013 nicht. Einen groben Eindruck vermittelt der Vergleich dennoch.

Von den rund 550 Umfrageteilnehmern 2012 wollten 27 Prozent Notebook, Subnotebook oder Netbook mit in den Urlaub nehmen. Nachdem die beiden Spezialkategorien mit 3 und 6 Prozent im vergangenen Jahr nur schwach vertreten waren, wurde nach ihnen in diesem Jahr gar nicht mehr gefragt – aller Wahrscheinlichkeit nach wurde von denen, die solche Geräte mitnehmen wollen, 2013 ebenfalls Notebook angegeben.

Interessant ist die Veränderung bei Tablets: Während 2012 dies noch 19 Prozent auf die Reise mitnehmen wollten, sind es 2013 nur noch 15 Prozent. Der Rückgang von 4 Prozent ist nicht sehr groß und könnte daher natürlich auch durch Verlagerungen bei den Befragten zustande gekommen sein. Da wir hier jedoch eher einen Zuwachs erwartet hätten, ist dies doch bemerkenswert.

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2012 gaben 46 Prozent der ITespresso-Leser an, ihr Smartphone mit in den Urlaub nehmen zu wollen (Grafik: ITespresso).

Wenig überraschend ist dagegen die Zunahme bei Smartphones: 2012 wollten dies noch 46 Prozent mit in den Urlaub nehmen, 2013 wollen dies 56 Prozent. Das ist dann doch ein deutlicher Zuwachs. Er könnte zum Teil auch darauf zurückzuführen sein, dass die EU die Höchstgrenzen für Roaming-Gebühren noch einmal gesenkt hat und es inzwischen deutlich attraktivere Roaming-Pakete der Provider gibt.

Das dürfte aber nur ein Aspekt sein. Wichtiger ist wahrscheinlich, dass das Smartphone im Alltag als unverzichtbarer empfunden wird. Vielleicht auch, um im Urlaub doch die eine oder andere geschäftliche Mail zu beantworten. Denn die Frage, ob ein Firmengerät mit in den Urlaub genommen wird, können wir uns 2014 sparen: Hier setzten nur 1 Prozent der Befragten ihr Häkchen.

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