Nokia zeigt Kamera-Smartphone Lumia 1020

Die Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv und echtem Xenon-Blitz nimmt Bilder mit einem 41-Megapixel-Sensor auf. Nutzer werden durch den verbesserten Bildstabilisator und die Technik Pixel-Oversampling unterstützt. In den USA kommt das Smartphone noch im Juli für 699 Dollar in den Handel, deutsche Interessenten müssen noch ein paar Wochen warten.

von Peter Marwan 0


Auf einer Veranstaltung in New York hat Nokia-CEO Stephen Elop das Lumia 1020 vorgestellt. Das Smartphone mit Windows Phone 8 als Betriebssystem zeichnet sich vor allem durch seine Kamera aus: Sie ist mit einem 41-Megapixel-Sensor samt der PureView-Bildverarbeitungstechnik der Finnen ausgestattet, die bereits beim Nokia 808 PureView zum Einsatz kam.

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Die Kamera ist eindeutig das Highlight des LTE-Smartphones Nokia Lumia 1020 (Bild: CBS Interactive).

Ein Tessar-Objektiv von Carl Zeiss mit 6-Linsen-Optik, einem 1/1,5 Zoll großen BSI-Sensor und einer F/2.2-Blende komplettieren die Kamera. Ein echter Xenon-Blitz, der bis zu vier Meter weit reicht, unterstützt die übliche Foto-LED. Wie beim Lumia 925 ist zudem ein optischer Bildstabilisator an Bord, den Nokia allerdings verbessert hat. Er soll besonders bei schlechten Lichtverhältnissen für schärfere Bilder sorgen.

Fotos nimmt die Kamera je nach Bildformat (4:3, 16:9) mit einer Auflösung von 38 respektive 34 Megapixel auf. Bilder speichert die Kamera allerdings nicht mit den vollen Megapixeln auf, sondern mit einer platzsparenden Auflösung von 5 Megapixeln.

Der eigentliche Grund, warum Nokia einen so leistungsfähigen Sensor verbaut hat, ist ein Prozess namens “Pixel-Oversampling”. Dabei wird aus sieben Pixeln ein Superpixel gebildet, was das Bildrauschen im Foto deutlich reduziert sowie klare und scharfe Bilder entstehen. Außerdem wird dadurch ein dreifacher, verlustfreier digitale Zoom möglich. Die Kollegen von CNET hatten bereits die Gelegenehit, eine Reihe von Testfotos zu schießen.

Videos nimmt das Lumia 1020 mit Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel bei 30 Frames pro Sekunde auf. Pixel-Oversampling ermöglicht auch bei Bewegtbildern einen sechsfachen Zoom. Die Aufnahmetechnik “Rich Recording” soll für einen klaren, störungsfreien und lauten Ton sorgen.

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Das Amoled-Display des Nokia Lumia 1020 misst 4,5 Zoll und löst 1280 mal 768 Pixel auf, womit es auf eine Pixeldichte von 334 ppi kommt (Bild: CBS Interactive).

Das Lumia 1020 arbeitet mit einer 1,5-GHz-Dual-CPU von Qualcomm. Ihm stehen 2 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung – doppelt so viel, wie bisher bei Windows-Phone-8-Geräten. Der interne Speicher ist 32 GByte groß. Nutzer müssen ohne MicroSD-Slot auskommen – und werden mit 7 GByte kostenlosem Cloud-Speicher bei SkyDrive vertröstet.

Das Amoled-Display misst 4,5 Zoll und löst 1280 mal 768 Pixel auf, womit es auf eine Pixeldichte von 334 ppi kommt. Der Akku mit 2000 mAh lässt mit einer separat erhältlichen Gehäuseschale auch per Induktion aufladen. Er hält laut Nokia eine Gesprächszeit von gut 19 Stunden im GSM-Netz beziehungsweise 13 Stunden im 3G-Netz durch oder erlaubt 5,5 Stunden surfen über WLAN.

Das Lumia 1020 unterstützt wie üblich GSM, UMTS samt HSDPA mit bis zu 42,2 MBit/s, USB 2.0, Bluetooth, WLAN (802.11a/b/g/n), GPS, Glonass und NFC. Zudem ist LTE (Kategorie 3 mit bis zu 100 MBit/s Downloadraten) an Bord. In dem 13 mal 7,1 Zentimeter großen Smartphone sind zudem Sensoren für Umgebungslicht, Beschleunigung sowie ein Lage- und Näherungssensor sowie Kompass und Barometer untergebracht.

Nokia verkauft das Lumia 1020 ab 26. Juli zunächst nur in den USA. Mit Vertrag kostet es zum Beispiel bei AT&T 299 Dollar. Ohne Vertrag soll der Preis bei 699 Dollar liegen. In Deutschland soll das Lumia 1020 im Laufe des Sommers auf den Markt kommen. Ein Preis steht aber noch nicht fest. Einige Online-Shops listen es derzeit für 799 Euro. Bei O2 soll es eine Sonderausgabe des Lumia 1020 geben. Was daran besonders ist, will der Mobilfunkbetreiber in den kommenden Wochen mitteilen.

[mit Material von Christian Schartel, CNET.de]

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