Ein grünes Rechenzentrum im ehemaligen NATO-Bunker

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Green Mountain Rechenzentrum

Nahe der norwegischen Hafenstadt Stavanger wurde in malerischer Umgebung ein Rechenzentrum in einer früheren NATO-Basis eingerichtet. Die Betreiber werben mit minimalen CO2-Emmissionen sowie geringen und langfristig kalkulierbaren Kosten Das “Green Mountain” genannte Projekt schöpft alle Energie für Strom und Kühlung aus natürlichen Ressourcen.

Das kürzlich in Betrieb genommenene, 22.000 Quadratmeter große Rechenzentrum Green Mountain in Norwegen arbeitet mit minimalem Stromverbrauch und quasi ohne Kohlendioxid-Emissionen. Es liegt in der Nähe der Hafenstadt Stavanger und wird von der Firma Smedvig betrieben.

Die NATO, die früher an diesem Ort stationiert war, hat die meisten Überreste aus der Zeit des Kalten Krieges entfernt, die Sicherheitseinrichtungen der Anlage wurden jedoch beibehalten. Statt “Schwerter zu Pflugscharen” heißt es nun “Raketenbasen zu Server-Räumen”.

Trotz des Namens ihres Rechenzentrums stellen die Betreiber als wichtigstes Verkaufsargument nicht die Umweltfreundlickeit, sondern den günstigen Strompreis in den Mittelpunkt. Drei Wasserkraftwerke speisen das Rechenzentrum, und sollten tatsächlich einmal alle drei ausfallen, springen eigene Stromgeneratoren ein und sorgen für die Energieversorgung. Der Preis pro Kilowattstunde liegt bei 5 Cents, das ist weniger als ein Drittel der in Europa üblichen Kosten.

Verbraucherschutzorganisationen sagen zwar Strompreiserhöhungen um ein Vielfaches in den nächsten Jahren vorher, Green-Mountain-CEO Knut Mollaug beruhigt jedoch Interessenten: “Wir können Kunden konsistente Kosten für die nächsten zehn Jahre anbieten.”

Bildergalerie: Das grüne Rechenzentrum im norwegischen NATO-Bunker

Green Mountain

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Green Mountain im Fjord
Das umweltfreundliche Rechenzentrum liegt in einer ehemaligen NATO-Anlage an einem Fjord in Norwegen (Bild: Green Mountain).

[mit Material von Nick Booth, Techweek Europe]

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