Dropbox will zum zentralen Synchronisierungsdienst werden

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Dropbox Logo (Bild: Dropbox)

Der Cloud-Speicherdienst hat bei seiner ersten Entwicklerkonferenz ehrgeizige Pläne vorgestellt: Er will sich als Plattform für den Zugriff über Apps, Geräte und Dienste unterschiedlicher Anbieter etablieren. Um das Ziel zu erreichen, stellt es Entwicklern neue APIs und Tools zur Verfügung.

Dropbox-Gründer und CEO Drew Houston propagierte die Plattform während der ersten Dropbox-Entwicklerkonferenz als “ein neues Fundament, um die Probleme des Synchronisierens zu lösen, damit Sie das nicht tun müssen.” Sie eigne sich ideal dazu, Apps, Geräte und Dienste zu verbinden.

Dropbox will die Anwender dazu bewegen, noch mehr Daten in die Cloud zu verlagern. Es möchte nicht nur ein Speicherdienst sein, sondern eine Plattform für den Zugriff über verschiedene Ökosysteme hinweg – durch die Apps von Mobilgeräten ebenso wie vom Desktop-PC und so mittelfristig die Festplatte ersetzen.

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Dropbox-Gründer und CEO Drew Houston (Bild:Stephen Shankland/CNET)

Houston verwies auf inzwischen 175 Millionen Nutzer und über eine Milliarde täglich bei Dropbox abgelegte Dateien. Dropbox habe eine Lücke gefüllt. Inzwischen sei man weit mehr als eine Möglichkeit Inhalte in der Cloud zu speichern: Dropbox sei vielmehr zum Online-Mittelpunkt der Kommunikation und des Teilens für Familien, Freunde und Kollegen geworden.

“All diese Unternehmen machen diese erstaunlichen Sachen, aber wir haben jetzt das Problem, dass sie sich alle gegenseitig ins Gesicht schlagen”, sagte Houston in Bezug auf auf Firmen wie Apple, Google und Amazon. Deren Betriebssysteme und Dienste nannte er “digitale Silos” und “neue Orte, in denen Ihre Sachen stecken bleiben”. Dropbox hingegen habe sich ein komplexes Problem vorgenommen und eine einfache Lösung dafür gefunden. “Wenn Sie Dropbox haben, sind Ihre Sachen für immer gut verwahrt”, sagte er.

Um die Position auszubauen bietet Dropbox Entwicklern eine “Suite von Tools, die grundlegend vereinfachen, wie Apps über Geräte und Plattformen hinweg auf Daten zugreifen”. Bei der Konferenz wurde insbesondere die bereits im Februar vorgestellte Sync-API und die ergänzende Datastore-API herausgestellt, die über Dateien hinaus beispielsweise auch Kontakte, Aufgabenlisten und Spielstände speichern kann. Das Unternehmen kann bereits auf über 100.000 Apps verweisen, die auf der Dropbox-Plattform aufsetzen.

Dazu sollen sich sogenannte “Drop-Ins” als plattformübergreifende UI-Komponenten innerhalb von Minuten integrieren lassen. Zu ihnen gehört das Tool Chooser, das Apps den direkten Zugriff auf Dateien bei Dropbox erlaubt. Das Gegenstück Saver hingegen erlaubt die Sicherung auf Dropbox mit einem Klick. Beide sind bereits in Yahoo Mail integriert und ab sofort auch für Android sowie iOS verfügbar.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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