Google sucht Kameraträger für Street View

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Um die Abdeckung der mit dem Panoramadienst Street View erschließbaren Gegenden in Google Maps zu erhöhen, hat der Konzern ein Pilotprogramm für Wanderer gestartet. Sie sollen die Aufnahmegeräte dorthin tragen, wo die mit Street-View-Kameras ausgerüsteten Autos, Fahrräder und Schneemobile nicht hingelangen.

Google hat ein Pilotprogramm gestartet, mit dem es Freiwillige für Aufnahmen für seinen Panoramadienst Street View gewinnen will. Gesucht werden Wanderer, die die Trekker genannten Street-View-Kameras in Gegenden spazierentragen wollen, die den von Google für die Aufnahmen üblicherweise genutzten Fahrzeuge, also Autos, Trikes und Fahrräder, nicht zugänglich sind. Interessenten können sich in einem Fragebogen bewerben.

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Im Herbst 2012 hat Google die Trekker genanten Aufnahmegeräte bereits im Grand Canyon erprobt (Bild: Google).

Darin wird auch gefragt, ob man sich eine finanzielle oder anderweitige, über die Bereitstellung der Kameras hinausgehende Unterstützung von Google erwartet. Die ist nämlich nicht selbstverständlich: Da Google in erster Linie Personen ansprechen will, die für Tourismusbehörden, Nicht-Regierungsorganisationen, Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten hofft man nämlich wohl auf gegenseitigen Nutzen: Google bekommt die Bilder, der Kameraträger und sein Auftraggeber zum Beispiel die Möglichkeit, seine Region ins rechte Licht zu rücken. Allerdings steht die Tätigkeit als wandelndes Stativ grundsätzlich auch Privatpersonen offen.

Erprobt hat Google die Trekker genannten, in einer Kraxe montierten, modifizierten Street-View-Kameras bereits im Herbst vergangenen Jahres bei Aufnahmen im Grand Canyon, die inzwischen bereits online verfügbar sind.

Der Trekker nutzt fünfzehn, in unterschiedliche Richtungen blickende Linsen um einen Rundumblick zu gewährleisten. Dabei ragt lediglich die Kameras über den Kopf des Trägers hinaus. Die Trekker werden über ein Android-Smartphone gesteuert. Sie erfassen die Bilder der Umgebung während des Weges automatisiert. Die Aufnahmen werden anschließend durch ein Zusammenspiel aus GPS, Foto-Vergleich und Bewegungssensoren automatisch zusammengeführt.

In einem Video erklärt Google sein Projekt Trekker.

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