Norman legt Version 5 seiner Network Protection vor

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Norman Network Protection

Der Security-Spezialist hat Funktionen, Scan-Engine und Mail Proxy in seinem Netzwerk-“Türsteher” erneuert. Das Maßnahmenpaket soll die Schadcode-Erkennung verbessern. Mit einer neuen Bedienerführung und offenen Schnittstellen verspricht er zudem eine einfachere Administration.

Der Netzwerkscanner von Norman Data Defense kommt als “Network Protection 5” in überarbeiteter Version. Die NNP-Appliance wird an beliebiger Stelle ins Unternehmensnetz gesetzt und prüft von dort den Datenverkehr auf Malware. Die neu entwickelte Scan-Engine NSE7 prüft auf Regelverletzungen und Bedrohungen. Mit einem veränderten Mail-Proxy testet NNP E-Mail-Anhänge auf Malware, ohne den Workflow im Netz zu verlangsamen. Offene Schnittstellen erlauben das Einbinden eigener Skripte in den Security-Testablauf.

Norman Network Protection
Norman Network Protection schützt Netze aller Art durch detaillierte Netzwerk-Analyse, egal ob Windows-Netz oder SCADA-Industriesystem. (Screenshot: Norman Data Defense)

Die Viren-Erkennung soll in der Scan-Engine NSE 7 schneller und besser sein, denn die Hash-Werte der Virensignaturen werden komprimiert. Ein “Hash-Cache” für bereits gescannte Dateien, etwa wenn dieselbe Mail an “Alle” geschickt wurde, beschleunigt den Vorgang nochmals.

Beim Filtern von E-Mail schiebt das Produkt zuerst alle verdächtigen Anhänge und Texte in eine Quarantäne. Der Nutzer kann sich dann entscheiden, ob er sie an die echte Inbox weiterleiten lässt, ob er sie löscht oder durch den Einsatz der erhältlichen Analyse-Tools näher überprüft. Als Teil eines größeren Threat-Discovery-Systems arbeitet NNP zum Beispiel mit Norman Malware Analyzer G2 (MAG2) zusammen, der auch komplexere Bedrohungen durch Verhaltensmuster-Auffälligkeiten erkennt.

Die Steuerung über die Nutzeroberfläche hat Norman ebenfalls erneuert: So lassen sich eine oder mehrere Appliances zentral und über das Internet konfigurieren, steuern und überwachen. Zudem macht die Oberfläche auch die Schnittstellen zugänglich und zeigt den Netzwerkverkehr nach Protokollen aufgeschlüsselt unmittelbar an.

Obwohl das Produkt nicht auf der eher Heimanwender-orientierten deutschen Website von Norman zu finden ist, vertreibt nach wie vor die Norman Data Defense Systems GmbH aus Hallbergmoos den Netzwerküberwacher fürs Unternehmensnetz ohne Umweg über den Handel. Die Appliance “Norman Network Protection 5.0” kostet mit Ein-Jahres-Lizenz für die kleinste Ausgabe der NNP 3150 Euro netto  (3748 inklusive Mehrwertsteuer). Das Upgrade bestehender NNP-Installationen auf die neue Version ist kostenfrei. Preise für Medium- und Enterprise-Ausgaben und für abweichende Lizenzlaufzeiten sowie zusätzlichen Optionen müssen Interessenten beim Anbieter erfragen.

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