Sandberg schützt Antennenkabel vor Störungen durch LTE-Geräte

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Die von Fernsehfreunden befürchteten Störungen ihres Hobbys durch die LTE-Netze blieben aus: Die Sendestationen sind in der Regel vernünftig eingestellt. Unter Umständen kann aber der Betrieb eines LTE-Endgerätes für Probleme sorgen. Die soll eine Reihe von Kabeln und Komponenten von Sandberg abstellen.

Sandberg hat eine Produktreihe, bestehend aus Kabel und Komponenten für Antennenkabel, vorgestellt, die den Schutz vor Störungen des Fernsehsignals durch LTE verspricht. Mit ihnen soll sich der Großteil der LTE-bedingten Störungen beheben lassen. Eine Fehlerquelle bleibt jedoch: Laut Sandberg sind etwa 10 Prozent aller Fernsehgeräte auf dem Markt nicht LTE-geschützt – da hilft dann auch der Austausch der Kabel nichts.

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Der mögliche Grund für die Störungen wurde bereits 2010, im Vorfeld der LTE-Pilotprojekte heiß diskutiert: LTE wurde damals auch als “Digitale Dividende” bezeichnet – durch die Umstellung des Fernsehens auf das digitale Zeitalter wurden erst die jetzt für LTE genutzten Frequenzen um 800 MHz frei – zumindest weitgehend.

Wie zum Beispiel die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen erklärt, kann grundsätzlich jedoch ein zu starkes LTE-800-Signal in die Geräte einstrahlen und das Fernsehsignal beeinflussen oder sogar überlagern. Die Auswirkungen reichen von kaum merklichen Bild- oder Tonstörungen, etwa einzelnen Pixelfehlern oder Tonaussetzern über ein vorübergehendes “Einfrieren” des Bildes bis zum vollständigen Ausfall.

Befürchtungen, dass bei Inbetriebnahme des LTE-Netzes der Fernsehempfang großflächig und nachhaltig gestört wird, erwiesen sich jedoch als unbegründet. Das liegt vor allem daran, dass die Netzbetreiber ihre LTE-Basisstation überwiegend vernünftig eingestellt haben. Denn das war auch eine Vorgabe der Bundesnetzagentur. Sie hatte klargestellt, dass die Mobilfunkunternehmen die Frequenzen im 800-MHz-Bereich erst dann nutzen dürfen, wenn die Verträglichkeit mit anderen Frequenznutzungen gegeben und eine effiziente und störungsfreie Frequenznutzung sichergestellt ist.

Dadurch scheiden LTE-Basistationen als Störquelle in der Regel aus. Allerdings können Beeinträchtigungen auch von LTE-Endgeräten ausgehen. Und mit der zunehmenden Verbreitung LTE-fähiger Mobilgeräte wird das auch immer wahrscheinlicher. Das sieht auch die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen so: “In den meisten Fällen ist der Störeinfluss eines Endgeräts aber deutlich problematischer, weil eine Basisstation zwar mit höherer Leistung sendet, sich im Regelfall aber deutlich weiter von DVB-T-Empfängern entfernt befindet.”

Damit sind die jetzt von Sandberg angebotenen LTE-geschützten Kabel und Komponenten also vor allem für stolze Besitzer neuer LTE-Geräte interessant, die auf einmal Störungen beim Fernsehempfang feststellen. Für sie gibt es Kabel mit 1,5, 3, 5 und 10 Metern Länge zu Preisen zwischen 17 und 33 Euro. Außerdem hat Sandberg für 9 Euro einen Zweierpack LTE-geschützter Konnektoren und für 90 Euro einen dualen Antennenverstärker im Angebot.

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