Ab 1. Juli gelten in der EU günstigere Roaming-Gebühren

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Für das Herunterladen von Daten sinkt die zulässige Preisobergrenze auf 45 Cent pro MByte. Abgehende und eingehende Anrufe kosten Mobilfunknutzer im EU-Ausland ab kommender Woche höchstens noch 24 beziehungsweise 7 Cent pro Minute. Zum ersten Juli 2014 ist eine weitere Gebührensenkung geplant – und sogar der komplette Wegfall von Roaming-Gebühren möglich.

Ab 1. Juli gelten in EU-Ländern neue Preisobergrenzen für das Roaming in Mobilfunknetzen. Darauf hat die Europäische Kommission hingewiesen. Gemäß der Roamingverordnung der Europäischen Union dürfen Mobilfunkanbieter für das Herunterladen von Daten dann maximal 45 Cent pro MByte zuzüglich Mehrwertsteuer verlangen. Die Abrechnung muss im Kilobyte-Takt erfolgen. Die neue Obergrenze liegt 36 Prozent unter dem seit 1. Juli 2012 geltenden Maximum von 70 Cent pro MByte.

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Auch die Kosten für abgehende und eingehende Anrufe reduzieren sich für Urlauber und Geschäftsreisende. Sie betragen nun je Minute 24 Cent (minus 17 Prozent) beziehungsweise 7 Cent (minus 12,5 Prozent). Der maximale Preis für eine im EU-Ausland verschickte SMS liegt ab kommender Woche bei 8 Cent. Das sind 11 Prozent weniger als bisher. Bei den derzeit kommunizierten Preissenkungen der Mobilfunkbetreiber handelt es sich also in der Regel nicht – wie teilweise suggeriert – um ein Entgegenkommen ihren Kunden gegenüber, sondern lediglich darum, die EU-Auflagen zu erfüllen.

Die EU-Kommission plant derzeit die Abschaffung der Mobilfunk-Roaming-Gebühren zum 1. Juli 2014. Details müssen die 27 Kommissare und ihre Mitarbeiter in den nächsten Wochen noch ausarbeiten. Schließlich ist nicht jeder Netzbetreiber in jedem Land vertreten. Telefoniert jedoch ein Kunde im Ausland bei einem anderen Provider, muss diesem die Nutzung seines Netzes in irgendeiner Weise vergütet werden – auch dann, wenn der Telefonierer eine Flatrate gebucht hat und sich die Gebühr nicht einfach prozentual aufteilen lässt.

Sollte EU-Kommissarin Neelie Kroes, die auch für die Digitale Agenda zuständig ist, mit diesem Vorhaben scheitern, profitieren Verbraucher ab 1. Juli 2014 auf alle Fälle von einer weiteren, bereits beschlossenen Senkung der erlaubten Höchstgrenzen für die Roaming-Gebühren. Datendienste dürfen ab dann nur noch 20 Cent pro MByte kosten, abgehende und eingehende Anrufe pro Minute nur noch 19 beziehungsweise 5 Cent und der Versand einer SMS 6 Cent.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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