NetApp macht Storage-Betriebssystem OnTap 8.2 verfügbar

Data & StorageStorage
NetApp OnTap 8.2

NetApp hat sein Storage-Betriebssystem “geclustered” oder genauer gesagt, die vorgehaltenen Daten virtualisiert. Das soll Ausfallzeiten verhindern und die Reaktion auf technische und geschäftliche Veränderungen beschleunigen. Das auf- und umrüsten von Speicher oder Backups sind im laufenden Betrieb möglich.

Mit dem Storage-Betriebssystem OnTap 8.2 holt NetApp Speicher-Nodes in virtuelle Cluster. In Bezug auf die regelmäßige Arbeit mit Speichersystemen geht das noch einen Schritt weiter als die Virtualisierung von Storage-Einheiten bei VMWare, Citrix oder Windows Server 2012. Weil die Speichervirtualisierung der Betriebssysteme Vieles voraussetzen oder selbst Systemressourcen schlucken, kümmert sich OnTap um die Entlastung der Hardware.

Das Storage-Betriebssystem virtualisiert die Daten selbst: Egal, ob sie auf einem alten, noch nicht migrierten System liegen, gerade gesichert werden, von Anwendungen genutzt oder mitten in der Umzugsphase zu einem neuen größeren und schnelleren Speichernetz sind: Das System soll für einen unterbrechungsfreien Betrieb sorgen. Das nennt der Hersteller “SDS” oder “Software-definiertes Storage”.

NetApp OnTap 8.2 Speicherclusterung
OnTap 8.2 tut für die Speicherung das, was Hypervisor für die Server-Virtualisierung geschaffen haben.

NetApp verspricht eine Verfügbarkeit von über 99,999 Prozent. Eine nahtlose Skalierbarkeit mit bis zu 69 Petabytes, 24 Controller-Nodes, 49.000 LUNs (Gerätekennungen) und 12.000 NAS-Volumes ist möglich. Und wenn die Firma noch nicht ganz so groß ist, lässt sich die Speicher-Ansprache auch nach unten hin skalieren.

Johannes Wagmüller, NetApp
Johannes Wagmüller: “Der durchschnittliche Mittelständler hat schon mindestens um die 10 TByte Daten”

Auf seinen Seiten stellt NetApp den Kunden Listen bereit, die erklären, welche kleineren Speicher- und Sicherungssysteme bereits mit OnTap getestet wurden. “Der durchschnittliche Mittelständler hat schon mindestens so um die 10 TByte Daten”, sagt Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering in Deutschland – und widerspricht damit Vermutungen, kleine Betriebe kämen mit weniger Daten aus.

Wichtig ist dem Anbieter auch eine Mandantenfähigkeit des Systems – so kann die Speicherinfrastruktur auch Zulieferern, Abteilungen oder Home-Office-Arbeitern zur Verfügung gestellt und von diesen im Rahmen ihrer Befugnisse auch gemanagt werden.

Für die laufende Verfügbarkeit ohne merkbare Beeinträchtigungen etwa bei einem Datenumzug stehen QoS-Funktionen bereit. Ein Load Balancing sorgt dafür, dass die Ressourcen der Speichermedien gut aufgeteilt werden. Das Disk-to-Disk-Backup “SnapVault” kombiniert Deduplizierung und Komprimierung – und unabhängig von Datenreduzierungen oder Speicherort erlaubt das Betriebssystem, laufend darauf zuzugreifen.

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