Sony liefert tragbaren Projektor mit Laser-Lichtquelle

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SonyPro VPL-FHZ55

Als lampenloser Beamer soll der aktuelle Sony–Projektor VPL-FHZ55 besonders wartungsarm sein. Er wirft Bilder mit hellem Laserlicht an die Wand. Die 3LCD-Technik sorgt für die farbliche Qualität des Bildes.

Sony hat mit dem VPL-FHZ55 seinen ersten HD-Projektor mit 3LCD-Technik vorgestellt. Er ist laut Hersteller 20.000 Stunden lang wartungsfrei. Die Technologie dahinter ist seit 1988 in den Händen von Epson und im April hat auch LG einen lampenlosen Projektor mit Lasern als Lichtquelle gezeigt. Doch die Helligkeit des Sony-Beamers von 4000 Lumen erreichte bisher noch kein anderes portables System mit Laserprojektion.

SonyPro VPL-FHZ55
Sonys Profi-Beamer wird durch einen Laser beleuchtet und vermeidet dadurch Lampenwechsel (Bild: Sony)

Sony verspricht eine WUXGA-Auflösung (1920 mal 1200 Bildpunkte), helle Bilder, hohe Kontrastwerte (20.000:1) und bis zu 20.000 Stunden wartungsfreien Betrieb. Der VPL-FHZ55 nimmt als Lichtquelle einen blauen Laser, der auf eine Phosphorschicht trifft und so weißes Licht erzeugt. Dieses Licht wird in die 3LCD-Optik gespeist (mehr zu 3LCD-Technik beim von Epson abgespalteten Konsortium 3LCD). Diese Technik verteilt die eingehende Lichtquelle auf die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau.

Sony spricht von einer Weltneuheit, doch LG kam mit einem wartungsarmen lampenlosen Laser-Projektor den Japanern zuvor. Der koreanische Beamer SA560 erreicht allerdings nur eine Strahlkraft von 2500 Lumen. Projektion mit Laserlicht ist im Grunde nichts Neues: Ultrateure Laserprojektoren für die Nutzung in Planetarien, auf der Theater- und Konzertbühne und in ähnlich anspruchsvollen Umgebungen bietet die die deutsche Firma Schneider  schon seit geraumer Zeit. In ihrem Prospekt schreibt sie aber noch, Laserprojektoren seien zu schwer und daher nicht für mobile Präsentationen geeignet. Das hat sich nun grundlegend geändert: Nach LG und Sony sind noch viele weitere mobile und preiswerte Laserprojektoren zu erwarten.

Sony hat Stromsparfunktionen integriert, etwa einen automatischen Dimm-Modus, der die Lichtleistung auf fünf Prozent senkt, wenn das eingeschaltete Gerät nicht genutzt wird. Auch die automatische Helligkeitsanpassung an das gezeigte Material ist möglich.

Der Projektor lässt sich ohne Aufwärmzeiten einschalten. Er ist neigungsunempfindlich und kann in jeder Position und Umgebung installiert werden. Der Beamer bietet zudem einen horizontalen und vertikalen Lens-Shift mit Edge-Blending und Geometriekorrektur.

Sony gewährt fünf Jahre “Prime-Support-Garantie”. Darin sind Serviceleistungen, mehrsprachiger Helpdesk sowie die Bereitstellung von Ersatzleihgeräten am nächsten Tag enthalten. Sony will den VPL-FHZ55 ab August 2013 in Deutschland anbieten. Das Profi-gerät ist für einen Nettopreis von 4575 Euro erhältlich, inklusive Mehrwertsteuer also 5444,25 Euro. Das mag doppelt so teuer wie die Offerte von LG sein, doch Sony lässt sich Qualität eben etwas kosten. Auf lange Sicht (ohne Wartungsaufwand) mag sich dies lohnen

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