Nokia gibt Symbian nun wohl endgültig auf

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Ab Sommer liefert Nokia keine Smartphones mit dem Betriebssystem mehr aus. Die Finnen wollen sich stattdessen auf Geräte mit Windows Phone, Asha und S40 konzentrieren. Das berichtet die Financial Times. Das 808 PureView bleibt damit das letzte Symbian-Modell.

Ab Sommer will Nokia keine Smartphones mit Symbian als Betriebssystem mehr ausliefern. Das berichtet die Financial Times. Das 808 PureView mit 41-Megapixel-Kamera bleibt damit das letzte Symbian-Modell. Das hatte Nokia auch schon im Januar in einer Quartalsmeldung angedeutet.

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Das 808 PureView wird Nokias letztes Symbian-Gerät bleiben (Bild: Nokia).

Laut Financial Times lieferte Nokia im ersten Quartal 2013 rund 500.000 Symbian-Geräte sowie 5,6 Millionen Windows Phones der Lumia-Reihe aus. Symbians Marktanteil in Europa lag zuletzt bei 1,8 Prozent. Zu Jahresbeginn 2012 waren es noch 8 Prozent. Weltweit ging der Marktanteil laut IDC im Jahresvergleich um 83,3 Prozent auf 0,6 Prozent zurück.

Das endgültige Aus für Symbian-Geräte begründete ein Firmensprecher mit der langen Entwicklungszeit: “Es dauert 22 Monate, um ein Symbian-Smartphone herauszubringen. Bei Windows Phone dauert es weniger als ein Jahr. Wir müssen weniger Zeit mit dem Herumbasteln an tiefliegendem Code verbringen und können stattdessen mehr ins Erstellen von Elementen der Nutzererfahrung investieren, die einen großen Unterschied machen, etwa Fotografie, Karten, Musik und Apps im Allgemeinen.”

Neben den Windows Phones der Lumia-Familie will Nokia auch künftig weiterhin günstigere Feature Phones anbieten. Sie werden in der Reihe Asha vermarktet und nutzen das gleichnamige Betriebssystem oder Nokias S40.

Bis zum Start des iPhone im Jahr 2007 war Symbian das führende Smartphone-Betriebssystem. Stetig rückläufige Verkaufszahlen und die erdrückende Konkurrenz durch Apples iOS und Googles Android veranlassten Nokia 2011 jedoch zum Umstieg auf Microsofts Windows Phone als primäre Plattform. CEO Stephen Elop versprach damals allerdings, Symbian noch “mindestens bis 2016” zu unterstützen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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