Verbraucherzentrale ermittelt große Preisdifferenzen bei Musikdownloads

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(Bild: Shutterstock/Oleg Zhevelev)

Im Internet bieten zahlreiche Portale legal Musikdownloads an. Wer vor dem Kauf die Preise vergleicht, kann über 50 Prozent sparen – so das Ergebnis einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei sieben Anbietern. Das gilt sowohl für einzelen Titel, als auch für ganze Alben.

Die Verbraucherzentrale NRW hat bei sieben Anbietern legaler Musikdownloads die Preise verglichen. Die Verbraucherschützer haben den Schwerpunkt dabei auf Titel aus den aktuellen Charts gelegt. Für die aktuellen Top-Ten-Hits wurden in der Stichprobe bei Amazon 9,60 Euro fällig. Damit war der als Buchhändler gestartete E-Commerce-Gigant der günstigste Anbieter im Vergleich. Dicht auf folgte Media Markt – wo die zehn aktuellen Ohrwürmer für 9,70 Euro zu haben sind.

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Apple mit iTunes liegt bei 12,90 Euro – und damit zusammen mit Saturn (12,30 Euro) und Medion (13,10 Euro) im Mittelfeld. Am teuersten waren in dem Vergleich das Telekom-Angebot Musicload, (14,90 Euro) und die Musik-Verteil-Abteilung von Weltbild (13,81 Euro) – wobei bei Weltbild nur neun Titel eingerechnet wurden, denn der zehnte war für die Tester nicht aufzuspüren.

Auch beim Download-Angebot von kompletten Alben fanden die Tester erhebliche Unterschiede. Als Beispiel führen sie das Album “Outlaw Gentlemen & Shady Ladies” der dänischen Metal-Band Volbeat in der „Deluxe Version” an: Dafür wurden ihnen zwischen 6,90 Euro und 13,99 Euro abgeknöpft.

Verwirrend finden die Verbraucherschützer zudem, dass oft gleich mehrere Versionen eines Albums mit unterschiedlichem Inhalt angeboten werden. Ihre Empfehlung daher: Wer keine Enttäuschung erleben will, schaut deshalb besser nicht nur auf Titel und Cover, sondern wirft auch einen Blick ins digitale Booklet, ob wirklich alle heiß ersehnten Lieder dabei sind.

Eine weitere Falle wittern sie in den als Handy-Klingelton angebotenen Varianten der Top-Ten-Hits – zum Preis von drei Euro pro Hit. Und erneut prangern die Verbraucherschützer die Einschränkungen bei der Kopier-Erlaubnis durch DRM (Digital Rights Management) an. Sie beschweren sich zum Beispiel darüber, ein Song nur zehnmal auf CD gebrannt oder 100-mal auf einen Player überspielt werden darf.

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