München bekommt ein freies WLAN-Netz

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laptop-bierkrug-wlan (Bild: Peter Marwan)

Der Stadtrat hat ein auf zwei Jahre angelegtes Pilotprojekt beschlossen. Bis Herbst sollen Plätze und Orte mit hohem Besucheraufkommen erschlossen werden. Nutzer können sich dort ohne Registrierung einwählen.

Der Münchner Stadtrat hat ein Gratis-WLAN-Netz in der Bayerischen Landeshauptstadt genehmigt. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, fiel die Entscheidung am Mittwoch einstimmig aus. Damit haben die Stadtväter grünes Licht für ein auf zwei Jahre angelegtes Pilotprojekt gegeben. Umgesetzt wird es von den Stadwerken München (SWM) in Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsanbieter M-net und dem Stadtportal muenchen.de.

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Der frei zugängliche, kostenlose WLAN-Zugang ist zunächst auf den Marienplatz begrenzt. Dort läuft seit Ende April schon ein Probebetrieb. Im Herbst sollen auch der Hauptbahnhof, das Kulturzentrum Gasteig sowie die Münchner Volkshochschulen und Kulturzentren in verschiedenen Stadtteilen erschlossen werden. Spätestens bis zum Oktoberfest wird es laut Süddeutscher Zeitung Hotspots an vielbesuchten Plätze wie dem Karlsplatz, dem Odeonsplatz, am Isartor und am Sendlinger Tor geben.

Um sich einzuwählen, muss der Nutzer auf seinem Mobilgerät unter den WLAN-Einstellungen nach verfügbaren Netzwerken suchen und “M-WLAN” auswählen. Anschließend ist im Browser noch den Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Akzeptiert er diese, wird er zu der Startseite mit den Online-Angeboten von M-net, muenchen.de und SWM weitergeleitet. Von hier aus kann er dann eine Stunde lang kostenlos auf das Internet zugreifen. Nach Ablauf der Zeit soll auch ein direkte Neueinwahl möglich sein.

In Berlin steht seit Oktober 2012 ein öffentliches Gratis-WLAN zur Verfügung. An ausgewählten Straßen und Plätzen in den Bezirken Mitte und Prenzlauer Berg betreiben die Partner des Pilotprojekts, Kabel Deutschland und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), 44 Zugangspunkte. Allerdings ist die Nutzungszeit pro Anwender derzeit noch auf 30 Minuten pro Tag beschränkt.

Rechtsunsicherheit bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher WLAN-Netze in Deutschland gibt es nach wie vor hinsichtlich der sogenannten Störerhaftung. Wer einen Internetanschluss zur Verfügung stellt, haftet demnach auch für Missbrauch durch Dritte, etwa bei illegalen Downloads. Daher wollen die Betreiber des Münchner Gratis-WLAN betstimmte Internetseiten sicherheitshalber sperren.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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