B2B-Onlinemarktplatz Zitra gibt auf

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Das 2011 an den Markt gegangene Start-up Zitra ist jetzt offline. Größter Geldgeber des als B2B-Onlinemarktplatz konzipierten Angebots ist Tengelmann Ventures. Dem Blog Wortfilter zufolge droht allerdings kein Konkurs, sondern ist die ordnungsgemäße Abwicklung vorgesehen.

Der B2B-Onlinemarktplatz Zitra ist seit vorgestern offline. Darauf hat E-Commerce-Beobachter Axel Gronen in seinem Blog Wortfilter hingewiesen. Bedeutsam ist das Aus unter anderem, da es sich um eine Beteiligung der Tengelmann Ventures GmbH handelt: Das auch an Zalando beteiligte Unternehmen ist der größte Investor bei Zitra.

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Zitra sollte als Einkaufsplattform für Markenartikel und Designerware reüssieren und kleine und mittelständische Onlinehändler mit aktuellen Produkten und Aktionsartikeln von Designermarken versorgen. Die Idee dazu hatte Philipp Kraft, der zuvor mit Supreme Auction, einem Lister für Ebay, erfolgreich war.

Laut Gronen wurde das Team nach dem Einstieg von Tengelmann im Sommer 2011 auf über 15 Mitarbeiter aufgestockt. Das Geschäft ließ sich offenbar gut an, denn im Dezember 2011 erhielt das junge Kölner Unternehmen eine Finanzspritze “im mittleren siebenstelligen Bereich” von Tengelmann Ventures.

Gronen, der für seinen Bericht offenbar auf Informationen von Insidern zurückgreifen kann, macht für den Misserfolg unter anderem „ständige Umstrukturierungen der Plattform und der Mitarbeiter durch das ungleiche und uneinige Geschäftsführer-Trio“ verantwortlich. Dadurch habe sich immer mehr verzettelt sich Zitra. Die 20.000 registrierten Mitglieder seien zum Großteil keine tatsächlichen Käufer gewesen.

Ausdruck der schwierigen Lage waren Entlassungswellen im Juli 2012 und Anfang 2013. Die danach noch verbliebenen Mitarbeiter seien inzwischen ebenfalls gekündigt und freigestellt, das Büro geräumt. Auf einen Konkurs werde man es aber wohl nicht ankommen lassen, sondern den Betrieb ordnungsgemäß abwickeln.

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