Seagate und Western Digital wetteifern um dünne Festplatten

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Während WD zur Computex in Taipeh extrem dünne Platten für Notebooks vorstellte, setzt Mitbewerber Seagate noch eins drauf: Zwei Millimeter schmaler als das Konkurrenzprodukt ist die neue Harddisk. WD steckt ein Terabyte in 7 Millimeter Bauhöhe, bei Seagate sind auf fünf Millimetern halb so viele Daten gespeichert.

WD-TByte-Harddisk mit 7 Millimetern Bauhöhe
Western Digital stampft die TByte-Platte auf nur 7 Millimeter Höhe ein (Bild: Western Digital).

Seagate und Western Digital, die beiden Marktführer im Festplatten-Business, passen die Größen ihrer Speicher aktuellen Trends an und bringen Platten mit nur noch 7 oder gar 5 Millimetern Bauhöhe. Die zwei Hersteller haben einen Grund für die Verflachung ihrer Drives: Für die Anwendung in ultraflachen Tablets, Notebooks und anderen Geräten eignen sich zwar gängige 2,5-Zoll-Festplatten; die bisherige Standardbauhöhe von 9,5 Millimetern ist jedoch für die immer dünner werdenden Ultrabooks zu dick.

Nur SSDs konnten bislang so flach produziert werden. Western Digital setzte dem nun auf der Computex ein Ende und zeigt eine 1-TByte-Harddisk mit sieben Millimetern Höhe. In seiner Serie Blue (PDF) ergänzt der Hersteller sein Angebot um flache 2,5-Zoll-Festplatten. Die WD10SPCXX dreht sich mit 5400 U/min, überträgt mit 6 GByte/s und nutzt 16 MByte Cache.

Seagates 5-Millimeter-Platte
Seagate quetscht seine 500-MByte-Platte auf nur noch 5 Millimeter Höhe (Bild: Seagate)

Noch flacher ist das in den USA vorgestellte 500-GByte-Laufwerk ST500LT032 von Seagate. Auch dieses dreht sich mit 5400 U/min. So dünn hatte WD bislang nur eine SSD herstellen können. Seagates Laptop Ultrathin HDD (PDF-Datenblatt) hat ebenfalls 16 MByte Cache und einen 6-GByte-SATA-Anschluss.

Das 2,5-Zoll-Laufwerk wiegt 93 Gramm. Es ist auch in einer Verschlüsselungs-Variante zu haben. Seagate liefert die schmalen Magnetspeicher schon an Vertragshersteller, WD hat seine Systeme eben erst vorgestellt. Endverbraucherpreise für Seagates System sind noch nicht bekannt. Auch die von WD genannten 140 Dollar sind offenbar der OEM-Preis.

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