ARM stellt auf der Computex Anti-Piraterie-Chip Mali-V500 vor

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Auf der Computex wird ARM den Mali-V500 vorstellen. Er kann den Download sowie das Betrachten von geschützten Video- und TV-Inhalten verhindern. Ebenfalls neu bei ARM sind zudem der Quad-Core-Chip Cortex-A12 für Mittelklasse-Smartphones und die GPU Mali-T622.

Im Vorfeld der am 4. Juni beginnenden Computex in Taipeh hat ARM neue Mobilprozessoren präsentiert. Darunter ist auch ein Chip, der unautorisierten Zugriff auf Video- und TV-Inhalte verhindern soll.

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Der energieeffiziente Mali-V500 dient zur Kodierung und Dekodierung von Videos. Er erlaubt die Verarbeitung von 1080p-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde auf einem Kern und von Ultra-HD-Clips (2160p) mit 120 Bildern pro Sekunde auf bis zu acht Kernen. Laut Hersteller benötigt er dafür nur die halbe Systembandbreite aktueller Mitbewerber.

Um Video-Piraterie hardwareseitig zu verhindern, setzt der Mali-V500 ARMs Sicherheitstechnik TrustZone ein. Der Anti-Piraterie-Chip wurde nach einem Bericht der Financial Times in Absprache mit den Hollywood-Studios entwickelt.

Außerdem zeigt ARM in Taipeh auch den Quad-Core-Chip Cortex-A12, der vor allem in Mittelklasse-Smartphones zum Einsatz kommen soll. Er bietet laut Hersteller 40 Prozent mehr Leistung als der weit verbreitete Cortex-A9 (der unter anderem im iPhone 4S steckt), aber weniger als der neuere Cortex-A15. Letzterer ist beispielsweise in Form von Samsungs Exynos 5 Dual im Google-Tablet Nexus 10 verbaut.

Wie der Cortex-A15 unterstützt der Cortex-A12 auch ARMs Zwei-Prozessor-Konzept “big.LITTLE Processing”. Dabei kommt neben dem Hauptprozessor die Companion-CPU Cortex-A7 zum Einsatz. Stellt das Betriebssystem fest, dass das Smartphone wenig ausgelastet ist, kann es vom Cortex-A12 auf den Cortex-A7 umschalten, um den Stromverbrauch zu reduzieren.

Ebenfalls neu ist der Grafikprozessor Mali-T622. Er soll eine 50 Prozent höhere Energieeffizienz gegenüber der ersten Mali-T600-Generation (Mali-T604) bieten. Dank vollständiger Unterstützung von OpenCL 1.1 und GPU-Computing-Funktionen kann er bei deutlich geringerem Energiebedarf auch Aufgaben einer CPU übernehmen.

Da ARM die Chips nur entwirft und nicht selbst fertigt, macht es keine konkreten Angaben zum Marktstart. Voraussichtlich werden unter anderem von Nvidia und Samsung produzierte Versionen des Cortex-A12 nicht vor Mitte 2014 verfügbar sein.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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