Motorola kündigt rundum erneuertes Smartphone-Angebot an

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Als Spitzenmodell hat CEO Dennis Woodside das Moto X in Aussicht gestellt. Im Sommer und Herbst will die Google-Tochter eine ganze Palette neuer Produkte einführen. Forschungschefin Regina Dugan zeigte zudem einige futuristisch anmutende Konzepte, mit denen man sich vom Mitbewerb abheben will.

Motorola hat für Sommer und Herbst eine völlig neue Produktpalette angekündigt. Deren neues Spitzenmodell wird Moto X heißen. Es soll als erstes Smartphone in einem Werk in den USA produziert werden, wie CEO Dennis Woodside während der von AllThingsD veranstalteten Konferenz D11 erklärte.

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Eine Pressemeldung von Motorola Mobility präzisiert, dass das Moto X “als neues Flaggschiff-Smartphone” bereits im Sommer zu erwarten ist. Es soll für den US-Markt von 2000 Mitarbeitern in einem Werk außerhalb von Fort Worth in Texas hergestellt werden, in dem früher Mobiltelefone von Nokia gefertigt wurden. Für andere Länder wir das Telefon von Flextronics in China und Brasilien assembliert.

Der Motorola-Chef deutete zudem an, dass Moto X über zahlreiche Sensoren verfüge und beispielsweise registriere, wenn es aus der Tasche genommen werde. Es könne etwa die Kamera aktivieren, sobald es aus der Tasche genommen werde. Es sei “kontextbezogen bewusst” und verhalte sich entsprechend anders, wenn der Nutzer mit 100 Stundenkilometern in einem Fahrzeug unterwegs ist.

In der Handhabung soll sich Moto X deutlich von konkurrierenden Produkten unterscheiden, die Akkulaufzeit dennoch nicht durch seine Fähigkeiten beeinträchtigt werden. “Motorola hat eine Lösung mit zwei Prozessoren gefunden, die Ihnen erlauben, diese Dinge zu tun, ohne die Akkulaufzeit zu ruinieren”, erklärte Woodside.

Mit Woodside zusammen war Regina Dugan, die bei Motorola den Bereich Advanced Technology & Projects leitet, auf der Konferenz. Sie war zuvor Chefin von DARPA, der Forschungsbehörde der US-Streitkräfte und beschäftigt sich bei Motorola mit Projekten, die nicht kurzfristig in Produkte integriert werden, sondern dazu beitragne sollen, Motorola vom Mitbewerb abzuheben. Als Beispiele nannte sie Lösungen zur Authentifizierung. Das könnten Tokens oder Schlüsselanhänger mit NFC sein. Als weitere Optionen führte sie ein “elektronisches Tattoo” sowie eine Pille vor, die den ganzen Körper in ein Authentifizierungstoken verwandeln soll.

“Den Mut zu anderen Ideen zu haben, was alltägliche Probleme der Menschen angeht, das ist eine neue Mentalität”, sagte Woodside. Er sieht sein Unternehmen heute in einer Außenseiterposition, trotz Googles finanziellen Mitteln und Motorolas historischen Wurzeln als Mobilfunkpionier. Für transformative Veränderungen in der Branche aber seien fast immer Außenseiter verantwortlich gewesen.

[mit Material von Dan Farber, News.com]