Adobe bessert beim Preismodell seiner Creative-Cloud-Abos nach

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Adobes Creative-Cloud-Foto-Abo kostet nun dauerhaft 12,29 Euro pro Monat.

Mit preislich günstigeren Abomodellen will Adobe jetzt Hobby-Anwendern entgegenkommen. Außerdem sollen Kunden dauerhaften Datenzugriff erhalten. Die Anwender sind allerdings noch nicht überzeugt – nach einer News.com-Umfrage lehnen die meisten das Abomodell der Creative Cloud ab.

Adobe will die Konditionen für Abonnements seiner Creative Cloud in einigen Punkten Hinsicht anpassen. Allerdings will das Unternehmen den Kritikern in anderen Bereichen keinesfalls nachgeben und keine neue Versionen seiner Software wieder mit zeitlich unbegrenzter Lizenz anbieten. Immerhin Hobbyfotografen will es mit einem eigenen Abomodell entgegenkommen. Außerdem sollen Kunden auch nach Ende des Abonnements auf ihre Dateien zugreifen können. Das erklärte David Wadhwani, als General Manager für Adobes digitales Mediengeschäft verantwortlich, im Gespräch mit News.com.

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Auf seiner Konferenz MAX hatte Adobe Anfang dieses Monats angekündigt, die Creative Suite auslaufen zu lassen und komplett auf das Abomodell der Creative Cloud umzusteigen. Sie kostet im Jahres-Abonnement monatlich 61,49 Euro. Für einzelne Anwendungen wie Premiere oder Photoshop setzt der Softwarehersteller 24,59 Euro monatlich an.

Die noch verfügbare Creative Suite 6 ist die letzte Version der zum Kauf angebotenen Produktreihe. Adobe hofft, die Kritiker durch Cloud-basierte Features überzeugen zu können. Eine Tablet-Version von Photoshop könne beispielsweise Computing-Leistung von Adobes Servern abrufen, um schwächere Mobilprozessoren zu kompensieren, erklärt Wadhwani. Außerdem sollen die Online-Services Kunden ermöglichen ihre Arbeit mit Adobes aktiver Unterstützung zu verkaufen.

Hobby-Anwendern, insbesondere im Bereich Fotografie, will Adobe mit einem Angebot entgegenkommen, das preislich unterhalb eines Abonnements mit allen Creative-Cloud-Anwendungen liegt. “Wir wollen ihnen die von ihnen gewünschten Möglichkeiten zu einem Preis geben, den Hobby-Anwender attraktiv finden dürften”, sagte Wadhwani.

Alle Kunden sollen außerdem dauerhaften Datenzugriff für Creative Cloud erhalten. Dazu gehört wahrscheinlich, Dateien öffnen, ausdrucken und exportieren zu können – eine weitere Bearbeitung wäre aber ausgeschlossen.

Über diese teilweisen Zugeständnisse hinaus wird Adobe sich noch erheblich anstrengen müssen, wenn es seine Kunden vom Abomodell überzeugen will. Bei einer von News.com und dem Analystenhaus Jefferies durchgeführten Umfrage erklärten die meisten Kunden, sich nicht für die Creative Cloud entscheiden zu wollen: 76 Prozent sagten, niemals auf die Creative Cloud umsteigen zu wollen. Von den Befragten, die CS5.5 oder früher einsetzten, planen nur 8 Prozent den Umstieg.

[mit Material von Stephen Shankland, News.com]