Tech-Ausflugstipp: Future en Seine im Juni in Paris

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Am 13. Juni beginnt in Paris die Veranstaltung “Future en Seine”. Stolz bezeichnen die Organisatoren, die Non-Profit-Organisation Cap Digital, das Event als “Digital World Festival”: Und da ist etwas dran: Zehn Tage lang kann man sich auf ganz unterschiedliche Arten mit aktuellen Innovationen beschäftigen.

Seit 2009 veranstaltet in Paris die Non-Profit-Organisation Cap Digital alljährlich im Sommer Future en Seine. Dabei handelt es sich weniger um eine klassische Messe, als vielmehr eine Art “Grüne Woche” für IT-Interessierte: Neben Workshops und der Präsentation von Innovationen, die nach Ansicht der Veranstalter die Technologien von morgen sind und eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen werden, stehen auch Kunst und Unterhaltung auf dem Programm.

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Highlight für das breite Publikum ist das Innovation Village, das dieses Jahr vom 13. bis 16. Juni für Besucher geöffnet ist. Dieses Jahr werden in dessen Rahmen über 100 Prototypen und Projekte vorgestellt. Neben einigen Exponaten und Präsentationen von eher regionalem Interesse zeigen die Veranstalter auch viele aktuelle und (möglicherweise) kommende Trends, die auch international aufhorchen lassen.

Besuchern empfiehlt sich allerdings mindestens eine Tageskarte für die Pariser Metro, denn die Veranstaltungsorte sind über die ganze Stadt verteilt. Unterteilt sind sie in zehn Themenbereichen, darunter City, Music, Make, Digital Art, Data, Robots, Health und Work.

Nicht fehlen darf natürlich auch in Paris der Aspekt “Personal Digital Manufacturing“, womit die Veranstaltungsmacher den gesamten Themenkomplex 3D-Drucken umschreiben. Ganz auf 3D-Druck ausgerichtet ist der Festivalbeitrag “Montparnasse 6D Thinking“.

Der 3D-Druck- und Rapid-Prototyping-Pionier Multistation zeigt im “Protoshop” die neuesten Technologies beim 3D-Printing und will Firmen Möglichkeiten aufzeigen, die Produktentwicklung zu beschleunigen. Eher an Verbraucher richtet sich dagegen der FabShop Montreuil: Die Initiative will ab Herbst die Möglichkeit anbieten, 3D-Printing-Arbneitsplätze zu nutzen und gibt schon einmal einen Ausblick darauf.

Ebenfalls eines der Trendthemen des Jahres ist Augmented Reality: Future en Seine trägt dem unter anderem mit dem Beitrag Mobile AR-Glass Rechnung, der mit einem Smartphone verbundene Datenbrillen mit Augmented-Reality-Funktionen zeigt. Dahinter steckt die französische Firma Laster Technologies, die sich bislang vor allem um den professionellen Einsatz von Augmented Reality mittels Datenbrillen gekümmert hat.

Im Rahmen der "Future en Seine" lasen sich an zahllosen Orten in Paris Innovationen und Trends entdecken oder Veranstaltungen besuchen (Screenshot: ITespresso).
Im Rahmen der “Future en Seine” lasen sich an zahllosen Orten in Paris Innovationen und Trends entdecken oder Veranstaltungen besuchen (Screenshot: ITespresso).

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt All Eyes On Paris: Das Projekt erlaubt es, die französische Hauptstadt aus der Sichtweise unterschiedlicher Tiere zu sehen. Einige andere Projekte beschäftigen sich dann noch weniger spielerisch mit der 3D-Visualisierung von Städten, natürlich dem Thema Smart City und der Planung von modernen Infrastrukturen – etwa der von der EU-Kommission mitgetragene Workshop über Internet Public-Private-Partnership.

Im Rahmen des Festivals Future en Seine finden zudem auch “ernsthafte” Veranstaltungen statt. So beherbergt die französische Hauptstadt am 17. Und 18. Juni die Droidcon, die größte Android-Developer-Konferenz in Europa. Und am 19. Juni treffen sich in der französischen Microsoft-Niederlassung im Rahmen der von der SNJV, dem Verband der französischen Videospielbranche, organsierten Webgame Conference Europas Spieleentwickler – oder zumindest einige von ihnen – und diskutieren die Zukunft der Branche.

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