Google will mobiles Internet in Entwicklungsländern voranbringen

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Vorrangiges Ziel ist die Anbindung von Gebieten abseits der großen Städte an das Internet. Google denkt dazu auch über die Entwicklung besonders günstiger Android-Smartphones nach. Möglicherweise sollen sie sogar auf satellitengestützte Netze zugreifen.

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge will Google den Aufbau von Mobilfunknetzen in Entwicklungsländern fördern. Dem Blatt zufolge geht es dem Konzern vor allem um die Erschließung von Gebieten außerhalb der großen Städte, die bisher kaum oder gar nicht auf das Internet zugreifen können. Google arbeite dazu mit lokalen Anbietern zusammen.

Eine "Zubabox" des Projekts Computer Aid International, das sich schon länger um die Vrsorgung ländlicher Regionen in Afrika mit Internetzugängen kümmert (Bild: Computer Aid International).
Eine “Zubabox” des Projekts Computer Aid International, das sich schon länger um die Versorgung ländlicher Regionen in Afrika mit Internetzugängen kümmert (Bild: Computer Aid International).

Außerdem würden bei Google Geschäftsmodelle entwiceklt, um die Netze zu finanzieren.Laut WSJ bezieht Google in seine Überlegungen auch die Entwicklung besonders günstiger Android-Mobiltelefone ein, die ein satellitengestütztes Netz verwenden sollen. Google wolle außerdem bisher für den Fernsehempfang reservierte Frequenzen verwenden, um mobile Internetdienste vor allem in Südostasien und in afrikanischen Staaten südlich der Sahara bereitstellen zu können. Erste Gespräche habe es bereits in Südafrika und Kenia geführt.

In Entwicklungsländern konzentrieren sich Anbieter in erster Linie auf mobile Netze, da sich diese einfacher und günstiger errichten lassen als Kabelinfrastrukturen. Als Folge ist für viele Menschen in diesen Regionen das Mobiltelefon das einzige Mittel für Kommunikation und Internetzugriff.

Die Pläne für die Erschließung von teilen Afrikas und Südostasiens mit Netzinfrastruktur unterstreichen Googles Entwicklung weg vom reinen Suchkonzern. Durch den Kauf von Motorola baut es inzwischen Smartphones, durch Chrome und Android wurde es zum Softwareanbieter und mit der Entwicklung des Chromebook sogar zum Computerhersteller. Zudem treibt es die Entwicklung neuer Technologien voran. Beispiele dafür sind die Datenbrille Google Glass und die Versuche mit autonomen Fahrzeugen.

[mit Material von Roger Cheng, News.com]

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