Volks- und Raiffeisenbanken starten eigene Crowdfunding-Plattform

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Der Dienstleister VR-Networld, Startnext Network und T-Systems haben im Auftrag der Volks- und Raiffeisenbanken eine mandantenfähige Plattform für Crowdfunding aufgesetzt. Die Volksbank Bühl nutzt sie als erste. Ziel ist die Förderung lokaler Projekte. Weitere Volksbanken Raiffeisenbanken werden folgen.

Der Dienstleister VR-Networld, Startnext Network und T-Systems-Tochter T-Systems Multimedia Solutions haben die Plattform www.viele-schaffen-mehr.de aufgesetzt. Der Auftraggeber, die Volksbanken Raiffeisenbanken, sind damit mit der ersten Crowdfunding-Lösung für die Finanzbranche in Deutschland online gegangen. In der Tradition der Genossenschaftsbanken sollen darüber in erster Linie regionale Projekte gefördert werden.

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Mittels Crowdfunding, also dem Sammeln von vielen Kleinbeträgen, können Projekte, Geschäftsideen, Dienstleistungen oder Produkte von einer großen Zahl von Kapitalgebern gemeinsam finanziert werden. Bekannte Beispiel aus den USA sind die Plattformen Kickstarter und Indigogo, in Deutschland sind etwa Seedmatch und Startnext in diesem Umfeld aktiv recht bekannt. Allerdings finden auf diesen Plattformen meist internet- und technologieaffine Gründer und Kapitalgeber zusammen – oft weltweit.

Im Mittelpunkt der Crowdfunding-Plattform der Genossenschaftsbanken steht dagegen das Ziel, lokale Initiativen auch lokal zu fördern. Als Beispiele nennen sie einen Sportverein, der die Tribüne am Fußballplatz renovieren möchte. Das lässt sich nun transparenter und effizienter über die Plattform abwickeln.

Im ersten Schritt muss er dazu möglichst viele Fans für das Projekt gewinnen. Ist eine ausreichende Menge erreicht, kommt das Projekt in die nächste Phase und die Geldgeber überweisen die selbst gewählten Beträge. Der jeweilige Status des Projekts ist auf der Plattform einsehbar. Wird das Funding-Ziel erreicht, erhalten die Unterstützer ein Dankeschön, im gewählten Beispiel etwa einen kostenlosen Eintritt beim nächsten Fußballspiel oder eine Ehrenmitgliedschaft. Wird das Ziel nicht erreicht, gehen die Gelder an die Unterstützer zurück. Weder für die Geldgeber noch für die Projektinitiatoren entstehen Kosten für die Nutzung der Plattform.

Die Volksbank Bühl hat das Projekt bereits in der Entsheungsphase begleitet und ist nun die erste aus dem Verbund der Genossenschaftsbanken, die die Plattform nutzt. “Wir wussten sofort, dass wir bei einer regionalen Crowdfunding-Plattform dabei sein wollen. Gerne möchten wir unsere Möglichkeiten nutzen, in der Region etwas Nachhaltiges zu schaffen und soziale Projekte zu fördern. Wir freuen uns, wenn viele tolle Projekte in unserer Region zustande kommen und wir mit einer Plattform zum Erfolg beitragen können”, erklärt Bank-Mitarbeiter Franz-Sebastian Welter.

In einem Video erklären die Volksbanken Raiffeisenbanken die Idee hinter ihrer Crowdfunding-Plattform.

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