Intel baut neuen Geschäftsbereich für coole Technologien auf

Mobile
michael-bell-intel

Die neue Abteilung steht unter der Leitung von Michael Bell. Er soll nun “coole Technologien und innovative Geschäftsmodelle” in neue Produkte umwandeln. Da der Manager bei Palm und Apple an der Entwicklung mobiler Produkte beteiligt war, liegt der Schwerpunkt voraussichtlich darauf.

Nach übereinstimmenden Berichten von Reuters und All Things Digital hat Intel einen Geschäftsbereich für “neue Produkte” geschaffen. Der Schritt sei Teil einer vom neuen CEO Brian Krzanich veranlassten umfassenden Reorganisation. Leiter der neuen Abteilung ist Michael Bell. Er war früher bei Palm und hat davor bei Apple Erfahrungen mit der Entwicklung mobiler Geräte und dem Aufbau mobiler Plattformen gesammelt.

michael-bell-intel
Michael Bell (Bild: Intel)

Die Einführung einer Sparte für neue Geräte ist Krzanichs erste große strategische Maßnahme. Der bisherige Chief Operating Officer von Intel trat erst in der vergangenen Woche die Nachfolge von Paul Otellini an. Aufgrund des schwachen PC-Markts und der anhaltend hohen Nachfrage nach Smartphones und Tablets ist es keine Überraschung, dass er seine Aufmerksamkeit zuerst auf Intels Mobilgeschäft konzentriert.

Die neue Abteilung soll sich laut All Things Digital mit aufkommenden Technologien und Produkttrends beschäftigen. Dazu zählen ultramobile Geräte. “Der Bereich hat die Aufgabe, coole Technologien und innovative Geschäftsmodelle in Produkte umzuwandeln, die Märkte formen und anführen”, zitiert der Blog aus einer Stellungnahme von Intel.

Bisher war Bell zusammen mit Hermann Eul für die Mobilchipsparte verantwortlich. Sie wird nun von Eul alleine geleitet. Der Manager kam durch die Übernahme des Infineon-Geschäftsbereichs Wireless Solutions zu Intel. Damit wollte das Unternehmen seine Position im Markt für Mobilchips stärken. Allerdings konnte es sich bisher nicht gegen die Konkurrenz von Qualcomm, Nvidia und anderen Herstellern durchsetzen, die den Markt mit auf der ARM-Architektur basierenden Prozessoren für Smartphones und Tablets dominieren.

Mit der kürzlich vorgestellten Atom-Architektur Silvermont, die mindestens die doppelte Leistung aktueller Atom-CPUs bietet, will Intel dies ändern. Außerdem engagiert sich der Hersteller seit einiger Zeit verstärkt im Automobilbereich. Dafür wurden im März vergangenen Jahres mehrere Initiativen vorgestellt. Deren gemeinsames Ziel ist es, die Entwicklung von Anwendungen und Produkten für vernetzte Fahrzeuge auf Grundlage von Intel-Technologie voranzubringen. Dazu soll unter anderem ein Forschungszentrum in Karlsruhe beitragen.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Prozessoren aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.