Schriftsätze werden für mobiles Lesen optimiert

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Die Ursache für Probleme mit der Lesbarkeit von Schriften auf mobilen Displays ist nicht immer die Qualität des Bildschirms. Die Typografen von Monotype haben ihre Schriftfamilien nun auf bessere Lesbarkeit auf E-Book-Readern, Smartphones und Tablets getrimmt. Sie sind nun als System-Erweiterung, als Web-Fonts oder zum Einbetten in E-Book-Produkte erhältlich.

Monotype liefert nun Schriftarten für die bessere Lesbarkeit auf Mobilgeräten. Sie können sowohl vom Nutzer zur Erweiterung ihrer vorhandenen Systeme als auch von den Herstellern der Mobilgeräte erworben werden.

Neun Monotype-Schriftfamilien sind nun in spezieller Version für das Lesen auf Bildschirmen erhältlich. Anfangs liefert Monotype seine eText-Versionen der Schriftfamilien Amasis, Baskerville, Caecilia, ITC Galliard, Malaba, Helvetica, Palatino, Sabon und Ysobel. Bisher waren die Schriften vor allem auf ihre Lesbarkeit auf Papier ausgelegt.

Nun haben sich die Schriftmacher speziell der geräte- und auflösungsunabhängigen Fonts angenommen. Den Neugestaltungen der Klassikerschriften, vor allem mit höheren Kontrasten ausgestattet, folgten neuere Designs wie Malabar und Ysobel, die von Anfang an auf die digitale Darstellung ausgelegt waren. Weitere sollen folgen.

eText Fonts
Mit neuen und verbesserten alten Schriftfamilien will Monotype das Lesen auf dem Bildschirm mobiler Geräte erleichtern (Bild: Monotype).

Mit seiner Technik “Monotype Edge” unterzog der Hersteller seine Schriften einem manuellen Hinting-Verfahren. Geräte, die Monotypes “iType FontEngine” zur Textdarstellung nutzen, würden auch die besten Ergebnisse erzielen, betont der Hersteller die oft übersehene Tatsache, dass die Schriftdarstellung auf vielen Mobilgeräten auf von diesem Hersteller einst für das Desktop-Publishing erfundenen Technologien beruht (auch Branchengrößen wie Linotype und Bitstream gehören zu Monotype).

Zur Einbindung der neuen, augenfreundlichen Schriften gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder, sie werden als Systemschriften eingebettet, im Quellcode eines E-Books oder einer digitalen Publikation mitgeliefert oder sie werden auf Fonts.com als Web Fonts lizenziert, um sie etwa in eigenen HTML-Darstellungen zu nutzen.

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