Mobile Malware: F-Secure beruhigt Smartphone-Nutzer

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Malware Viren (Bild: Shutterstock)

Laut F-Secure ist die Zahl der mobilen Malware-Familien im ersten Quartal auf 149 angestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2012. Im Vergleich zu Schadprogrammen für Windows ist die Zahl aber verschwindend gering, von einer Mobil-Malware-Krise sei man weit entfernt.

F-Secure ist davon überzeugt, dass es bei Malware für mobile Geräte, insbesondere Android-Smartphones, “keine Krise” gibt. Das finnische Unternehmen in seinem Mobile Threat Report für das erste Quartal dieses Jahres 149 Malware-Familien registriert, was einer Zunahme von 50 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2012 entspricht. Die Zahl ist im Vergleich zu den Malware-Familien für Windows aber immer noch verschwindend gering. Damit bezieht der Anbieter eine grundsätzlich anmdere Position als viele Mitbewerber: Ihren Behauptungen zufolge ist die Bedrohung durch mobile Malware außer Kontrolle geraten.

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F-Secure ermittelt im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, die Sicherheitsberichte vorlegen, nur Malware-Familien und nicht die Zahl der unterschiedlichen Varianten eines Schadprogramms. Letztere verzeichnen im Mobilbereich deutliche größere Zuwächse.

“Mobile Malware nimmt zu, aber nicht exponentiell wie unter Windows”, sagt Sean Sullivan, Sicherheitsberater bei F-Secure. Mikko Hypponen, Chief Research Officer des Unternehmens, ergänzt, die Mobil- und Sicherheitsbranche habe sich ein Schulterklopfen verdient, weil sie eine Krise durch mobile Bedrohungen abgewendet habe.

Android ist laut F-Secure weiterhin das beliebteste Ziel der Malware-Autoren. 136 der 149 unterschiedlichen Stämme seien für Googles Mobilbetriebssystem geschrieben worden. Der Rest sei für Symbian gedacht. Für iOS, Blackberry OS und Windows Mobile fanden die Forscher hingegen keine Schadprogramme.

Antivirensoftware allein sei als Schutzmaßnahme nicht ausreichend, sagte F-Secure im Gespräch mit TechWeekEurope. Zudem lasse Apple entsprechende Lösungen für iOS nicht zu. Vor allem Angriffe wie Phishing funktionierten “großartig” auf mobilen Geräten, so Hypponen. Nutzer sollten deswegen auch eine Anti-Diebstahl-Technologie und einen Schutz vor gefährlichem Spam einsetzen.

Es gibt aber auch Beispiele für mobile Schadprogramme, die Anlass zur Sorge geben. Dazu gehört laut F-Secure “Perkele”, eine für Android, Blackberry und Symbian entwickelte Malware, die Anfang des Jahres zu Preisen von bis zu 15.000 Dollar gehandelt wurde. Im vergangenen Monat wurde zudem das Botnetz Cutwail eingesetzt, um Spam-Nachrichten mit gefährlichen Links an Android-Nutzer zu verschicken. Beides zeige, dass Kriminelle ein großes Interesse daran haben, den Smartphone-Boom für ihre Zwecke zu nutzen.

[mit Material von Tom Brewster, TechWeekEurope]

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