Youtube experimentiert mit kostenpflichtigen Abo-Kanälen

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YouTube Geld (Bild: Shutterstock / jeka 84 und ITespresso.de)

Im ersten Schritt werden 53 Bezahlkanäle angeboten. Die Gebühren dafür liegen zwischen 0,99 bis 9,99 Dollar. Sie können 14 Tage lang kostenlos getestet werden. Wer sich für ein Jahresabo entscheidet, kommt günstiger weg. Von Deutschland aus ist derzeit kein Zugriff vorgesehen.

Ab sofort bietet Youtube ausgewählte Kanäle nur noch gegen Bezahlung an. Im Rahmen eines Pilotprogramms können Anbieter eine monatliche Gebühr für den Zugang zu ihren Videos verlangen. Diese beginnt bei 99 US-Cent. Bezahlt werden kann nur über Google Wallet.

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Die Bezahlkanäle können 14 Tage kostenlos getestet werden. Außerdem können Anbieter ihren Kunden auch einen Rabatt gewähren, wenn diese sich für ein Jahresabonnement entscheiden, wie Youtube erklärt.

Zum Beginn der Pilotphase sind 53 Bezahlkanäle dabei. Zu ihnen gehören HDNet, UFC und PGA Digital Golf Academy. Einige dieser Kanäle kosten pro Monat bis zu 9,99 Dollar. Das sind 2 Dollar mehr als Kunden in den USA als Monatsgebühr für die gesamten Dienste des Streaming-Portals Netflix zahlen.

Die Bezahlkanäle sind Googles aktueller Versuch Inhalteanbieter für seine Videoplattform zu gewinnen. Der Konzern behält 45 Prozent der mit den Bezahlkanälen erzielten Einnahmen ein. Kleinere Wettbewerber wie Vimeo werben schon länger mit kostenpflichtigen On-Demand-Videos um Rechteinhaber, denen sie versprechen, so die Verbreitung zu kontrollieren und Umsätze zu liefern.

In der Ankündigung des Pilotgrogramms schreibt Youtube, dass es in den kommenden Wochen auf andere “qualifizierte Partner” ausgeweitet werde. Bis dahin haben Rechteinhaber die Möglichkeit, sich mittels eines Formulars für die Bezahlkanäle anzumelden.

Von Deutschland aus ist der Zugriff auf die kostenpflichtigen Kanäle nicht ohne weiteres möglich. Nutzer erhalten lediglich den Hinweis: “Dieser kostenpflichtige Kanal ist in deinem Land nicht verfügbar.” Wer unbedingt darauf besteht, kann es mit einem VPN-Tool wie OkayFreedom von Steganos versuchen: Das erklärt dem Dienst, dass der Besucher der Website aus den USA kommt.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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