Preise von Touch- und Nicht-Touch-Notebooks gleichen sich an

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Meldungen aus asiatischen Herstellerkreisen deuten an, dass sich die Preise von Touch-Notebooks denen von Klapprechnern ohne Touch-Display annähern. ITespresso.de hat das Händlernetzwerk guenstiger.de konsultiert und sich die Preisentwicklung in Deutschland angesehen. Das Ergebnis: Die Asiaten haben Recht.

Im dritten Quartal 2013 liege der Preisunterschied zwischen Touch-Notebooks und “Non-Touch”-Notebooks unter 50 Euro, orakelten kürzlich die berüchtigten “Quellen” der taiwanischen Digitimes. ITespresso ging der Sache auf den Grund. Der Preischeck der Notebooks mit Touchscreen von ITespresso und guenstiger.de zeigt: Der massive Preisverfall ist nicht aufzuhalten.

Für die Trendberechnung wurden 57 unterschiedliche Notebook-Modelle mit Touchscreen herangezogen. Dabei wurden die Kosten von Ultrabooks (Intel), Subnetbooks, Netbooks, 14- und 15-Zöllern im Zeitraum vom 1. Januar bis einschließlich 8. Mai berücksichtigt.

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Insgesamt wurde für Notebooks mit Touchscreen ein Preisrückgang von durchschnittlich rund 5 Prozent ermittelt. Zu einem stärkeren Rückgang kam es nach dem ausklingenden Weihnachtsgeschäft und besonders im April. Die Betrachtung der einzelnen Gerätetypen macht die Preisreduktionen deutlicher. Die Tendenz entspricht den derzeit kursierenen Gerüchten, dass Notebooks mit Touchdisplays günstiger werden. Ob sie tatsächlich das gleiche Preisniveau wie Geräte ohne Touch-Bildschirm erreichen, bleibt dennoch abzuwarten.

Die prozentuale Preissenkung wird kontinuierlich stärker: Im Februar lag sie noch unter einem Prozentpunkt, im März bei fast zwei, im April waren es schon fast vier Prozent und im Mai sind schon um 4,85 Prozent billigere Preise festzustellen.

Acer und Asus, die nach Digitimes-Angaben 70 bis 80 Prozent des weltweiten Touchscreen-Notebook-Marktes bedienen, planen zudem, ihre “Touchbooks” weltweit massiv mit Hilfe von Microsoft-Marketinggeldern zu promoten.

Preisentwicklung Touchscreen-Notebooks
Die Preise der Touchscreen-Notebooks sinken immer rasanter, wie an der Darstellung der rein prozentualen Werte sichtbar wird (Bild: ITespresso.de/guenstiger.de)

Dass die Windows-8-Fähigkeiten vor allem mit Touchscreens ausgekostet werden können, hatte sich schon herumgesprochen und den Absatz des Microsoft-Systems bisher eher gebremst. Billigere Tablets mit Windows 8 werde es nicht geben, unkte die Branche, und Notebooks ohne Touchscreens würden es auch nicht besser machen für Microsoft.

Die ersten Gerüchte, dass die Touch-Notebooks doch billiger werden und so Windows 8 zum Erfolg verhelfen können, stellen sich inzwischen als richtig heraus. Bisher machen Touchscreen-Notebooks gerade mal ein Zehntel des Weltmarktes der Notebook-Auslieferungen aus. Acer erwartet bis Ende 2013 einen Anteil von 35 Prozent.

Das IdeaPad Yoga 11 von Lenovo lässt sich um 360 Grad umklappen - die Rückseiten des "Deckels" liegen dann aufeinander und der Tochscreen kann wie ein Tablet genutzt werden (Bild: Lenovo).
Das IdeaPad Yoga 11 ist seit Anfang des Jahres über ein Drittel günstiger geworden (Bild: Lenovo).

Durch die Preissenkungen erklärt sich auch der Anstieg der Nachfrage und die damit einhergehende Preisreduzierung. In manchen Notebook-Kategorien erreichen die Senkungen sogar schon über 30 Prozent (15-Zoll-Notebooks), wie unsere Preiserhebung ergab. Bei Touchscreen-Ultrabooks fielen die Preise in den vergangenen fünf Monaten sogar um über zwanzig Prozent. Der Durchschnittspreis der Ultrabooks fiel bei  den in guenstiger.de verzeichneten Händlern von 1139,99 Euro im Januar auf 951,13 Euro im Mai 2013.

Ein Einzelbeispiel herausgezogen, ist etwa das Lenovo IdeaPad Yoga 11 (MAS29GE) im Durchschnitt der Angebote 36,05 Prozent preiswerter als vor fünf Monaten. Sein Nachfolger Yoga 13 kostete im Dezember noch rund 1500 Euro und ist jetzt schon für rund 1100 Euro zu haben.

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