Neue Plattform verbindet Raspberry, ARM und Elektronikschaltungen

DeveloperIT-ProjekteKomponentenPCWorkspace

Raspberry Pi, Arduino und 32-Bit Embedded ARM fließen mit dem neuen Embedded Pi Board zusammen. So können Entwickler Hard- und Software zu völlig neuen Anwendungszwecken schreiben. Der Hersteller füttert so den Trend zu kreativen Basteleien.

Gleichzeitig für den kleinen Rechner Raspberry Pi, die Entwickler-Community Arduino und den 32-Bit-Embedded-ARM-Prozessor zu entwickeln ist das Ziel des neuen Zubehörs “Embedded Pi”. So kann der Billigrechner, den es bei uns für 25 Euro gibt, für allerlei neue kuriose und professionelle Anwendungen im Gesamtkontext gebraucht werden.

Embedded Pi
Mit dem Embedded Pi lassen sich Entwicklungswelten verbinden (Bild: Farnell).

Der Raspberry Pi, gestartet als Mini-Rechner für Elektronikbastler, hat sich in den ersten zehn Monaten seines Bestehens mehr als eine Million mal verkauft. Das neue neue Embedded Pi Board verbindet nun die unterschiedlichen Entwickler- und Bastlerwelten. Der Hersteller nennt den Ansatz eine “Dreifach-Plattform” , weil der Embedded Pi die Ebenen Raspberry Pi, Arduino und 32-Bit-Embedded-ARM auf Hardware-Ebene zusammenführt.

Das in Europa über Farnell element14 erhältliche Zusatzprodukt (Datenblatt als PDF) verbindet mit Hilfe eines STM32F103-Mikrocontrollers von STMicroelectronics den Raspberry mit Arduino Shields. Zudem können die Anwender mit den CooCox-Entwicklungs-Tools eine kostenlose und einfach einsetzbare ARM-Entwicklungstool-Umgebung für Cortex-M-MCUs herunterladen. Raspberry Pi und die STM32-MCU lassen sich sowohl unabhängig als auch zusammen nutzen und können Arduino Shields oder anderes Zubehör steuern.

CopCox-Entwicklungsumgebung
Mit der CooCox-Entwicklungsugebung lassen sich ARM-Prozessor und Mikrocontroller “dirigieren” (Bild: element14).

Der Raspberry Pi arbeitet dabei als GUI oder Befehlskonsole, die Befehle und Daten an den Embedded Pi sendet, der wiederum über den Mikrocontroller die Arduino Shields steuert – die dann diverse Basteleien oder Geräte antreiben können.

Die “32-Bit-ARM 2Cortex-M3 STM32F103 MCU” arbeitet mit 72 MHz und verfügt über 128 KByte Flash-Speicher, 20 KByte RAM sowie über Schnittstellen für Motorsteuerung, USB und ein Controller-Area Network (CAN), wie es auch häufig als Datenübertragungsbus in Autoelektronik verwendet wird. Die CooCox-Entwicklungs-Tools basieren auf Eclipse. Sie stellen eine Entwicklungsumgebung für ARMs Cortex-M zur Verfügung. Im Online-Shop von element 14 ist die Dreifach-Plattform für 32,94 Euro erhältlich.

Boxen für den Raspberry Pi

Bild 1 von 8

Boxen für den Raspberry Pi
Der Mini-Computer Raspberry Pi hat die Herzen der Technologiefans im Sturm erobert: Die erste Charge war binnen Minuten ausverkauft. Für alle, die einen der Linux-basierenden Computer, erhalten hatten, stellte sich bald die Frage, worin er denn am besten aufgehoben sei - denn der Raspberry Pi kommt ohne Gehäuse. Zum Glück ist die Nutzergemeinde um Antworten nicht verlegen: Die Fans dachten sich Gehäuse für den Mini-Rechner aus und verkaufen sie teilweise auch - eine Entwicklung, die die Raspberry Pi Foundation unterstützt. "Wir glauben, dass die Welt vom Unternehmungsgeist angetrieben wird und hoffen, dass aus all diesen kleinen Gehäusen einmal etwas großes entsteht", sagt Liz Upton von der Stiftung. Der hier abgebildete Pibow wiegt 92 Gramm und besteht aus sieben knallbunten Acryltafeln, die zusammengesteckt werden können. Er wird in Sheffield hergestellt. Ein Teil der Einnahmen fließt an die Raspberry Pi Foundation (Bild: Pibow).
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen