Der etwas andere Fahrtenschreiber: Car Camcorder X-mini von Aiptek

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Mit dem “Car Camcorder X-mini” von Aiptek lässt sich während der Autofahrt das Straßengeschehen automatisch in HD aufzeichnen. Ein Beschleunigungssensor sorgt dafür, dass Aufnahmen von Unfällen dauerhaft gesichert werden. Im geparkten Fahrzeug startet Aufnahmen ein Bewegungssensor.

Aiptek bringt eine neue, sogenannte Crash-Cam für den Straßenverkehr auf den deutschen Markt. In Russland und der Ukraine sind solche Kameras schon weit verbreitet. Ihre Aufnahmen sind bei YouTube äußerst populär und geben Einblicke in das oft abenteuerliche Geschehen auf den Straßen des Landes. Der eigentliche Zweck der 5-Megapixel-Kamera ist aber nicht die Belustigung der Massen bei Videoportalen, sondern die Unterstützung des Besitzers bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten.

Der Car Camcorder X-mini von Aiptek ist jetzt für 119 Euo im Handel (Bild: Aiptek).
Der Car Camcorder X-mini von Aiptek ist jetzt für 119 Euo im Handel (Bild: Aiptek).

Die Aufnahme der im Auto installierten Crash-Cam startet automatisch, wenn das Auto eingeschaltet wird. Der “Car Camcorder X-mini” sichert die Aufnahmen auf SDHC-Speicherkarten mit Kapazitäten zwischen 4 und 32 GByte. Sind diese vollgeschrieben, überspielt sie alte Aufnahmen – so wie man das von traditionellen, professionellen Videoüberwachungssystemen kennt. Aiptek verspricht, dass das verlustfrei vonstattengeht.

Einen Aufprall bei einem Unfall erkennt die Kamera durch den integrierten Beschleunigungssensor. Die Aufnahme der davorliegenden 30 Sekunden werden dann dauerhaft gesichert. Alternativ lässt sich die Sicherung auch durch einen Notfallknopf anstoßen.

Für ordentliche Aufnahmen sollen eine integrierte LED-Leuchte, eine 128-Weitwinkel-Linse und eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln bei 30 fps sorgen. Ein zuschaltbares Mikrofon gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Im Fahrzeug wird die Kamera entweder mittels der mitgelieferten Saugnapfhalterung oder einer Gewindebohrung befestigt, die jede handelsübliche Stativschraube aufnehmen kann. Mit Strom wird die Auto-Kamera entweder über das mitgelieferte Netzteil für den Zigarettenanzünder oder den integrierten Akku versorgt.

Letzterer kommt auch beim Einsatz mit der integrierten Bewegungserkennung zum Tragen. Mit ihrer Hilfe wird der Aufnahmemodus gestartet, wenn das Auto abgestellt ist und sich im Aufnahmebereich der Kamera etwas tut.

Um die erstellten Aufnahmen zu betrachten, ist der Car Camcorder X-mini auf der Rückseite mit einem, 2,4 Zoll großen Display ausgerüstet. Ein Mini-HDMI-Ausgang hilft, die Bilder auf einen Fernseher zu übertragen und dort in voller Größe zu betrachten. Ein Mini-USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden.

Ob in einem Streitfall die Aufnahmen als Beweismittel anerkannt werden, hängt vom Richter ab. Immer häufiger ist das jedoch der Fall – wobei es hilfreich ist, sofort bei der Aufnahme des Unfalls durch die Polizei auf die Existenz der Filme hinzuweisen – wer sie erst später aus dem Hut zaubert, dürfte sich schwerer tun. Für die rechtlich einwandfreie Verwendung ist auch das Überschreiben der mitprotokollierten Autofahrten wichtig: Schließlich darf nicht überall alles gefilmt werden. Und man sollte sich auch vorab genau überlegen, ob man wie in Russland die Videos auf YouTube hochlädt oder die Bilder des beim Einparken wieder einmal gegen das Müllhäuschen fahrenden Nachbarns nicht lieber nur für die private Vorführung reserviert.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Netzteil für den Zigarettenanzünder, ein Saugnapf für die Fensterscheibe, eine Installations-CD und eine Anleitung. Die unverbindliche Preisempfehlung für den “Car Camcorder X-mini” liegt bei 119 Euro.

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